Abfallwirtschaftliche Zielvorgaben und Nutzungspotenziale – Was kann die Bioabfallbranche leisten?

Die Bioabfallerfassung und -verwertung ist ein wesentlicher Treiber für die gegenwärtig Kreislaufwirtschaft. Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten schon viel erreicht wurde, gibt es noch erhebliche Potenziale bei Bioabfällen (Biogut und Grüngut), die es zu heben gilt. Gerade vor dem Hintergrund eines hohen und weiter steigenden Kompostbedarfs ist die deutliche Steigerung der Erfassungsleistungen, sowohl im Bereich Biogut als auch Grüngut, zwingend erforderlich.

Auf politischer Ebene wurden in den vergangenen Jahren Zielvorgaben aufgestellt, die einerseits darauf abzielen organische Abfälle im Hausmüll zu reduzieren und andererseits Lebensmittelabfälle im Allgemeinen zu vermeiden. Um die Ziele zu erreichen, muss die getrennte Erfassung von Biogut, aber auch von Grüngut ausgeweitet werden, wenn gleichzeitig die steigende Nachfrage an hochwertigen Komposten bedient werden soll. In einer Potenzialbetrachtung wurden in verschiedenen Szenarien abfallwirtschaftliche Parameter so variiert, dass den politischen Zielvorgaben entsprochen wird. Im ambitioniertesten Szenario steigen die Mengen an getrennt erfasstem Biogut und Grüngut von derzeit 10,5 auf 20,4 Mio. Mg/a, sodass daraus insgesamt rund 9,2 Mio. Mg Kompost erzeugt werden könnten.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: Biomasse-Forum 2023 (November 2023)
Seiten: 14
Preis inkl. MwSt.: € 7,00
Autor: Dr.-Ing. Michael Kern
Dr. Felix Richter

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