Möglichkeiten und Grenzen der kommunalen Grünabfallerfassung

Anhand der Gestaltung der Erfassung der Grünabfälle im Hol- und im Bringsystem wurde diskutiert, welche Auswirkungen dies auf die parallele Erfassung der Bioabfälle und somit den potenziellen Input für Bioabfallvergärungsanlagen haben kann. Soweit seitens der Vergärungstechnik möglich und gewollt, können aber auch zielgerichtet halmgutartige Grünabfälle „in Richtung“ Biotonne geschleust werden. Oder es werden die halmgutartigen Grünabfälle separat erfasst und als Co-Substrat der Vergärung zugeführt.

Derzeit ist die Ausgestaltung der Bioabfallerfassung durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger in Hinblick auf § 11 KrWG in kontroverser Diskussion. Vom Gesetzgeber wird in nächster Zeit die Ausformulierung konkreter Anforderungen an die getrennte Bioabfallerfassung erwartet. Meist ist die Diskussion derzeit jedoch auf den Sachverhalt reduziert, ob eine flächendeckende Biotonnensammlung vorzusehen ist oder nicht. Viele Kommunen setzen bei der Bioabfallerfassung neben der Erfassung über die Biotonne auch auf eine intensive Erfassung der Grünabfälle. Die Grünabfallerfassung steht teilweise in „Konkurrenz" mit der Erfassung organischer Abfälle über Biotonne, da bestimmte Bestandteile wie Laub, Gras oder Baum- und Strauchschnitt in bestimmten Mengen über beide Systeme erfasst werden und diese teilweise als Input für Biogasanlagen geeignet ist. Insbesondere die Bestandteile Grünschnitt (halmgutartig), Laub und Rasen sind für die Bioabfallvergärung geeignet.



Copyright: © Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft - TU Dresden
Quelle: 9. Biogastagung: Anaerobe Biologische Abfallbehandlung (September 2013)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 4,50
Autor: Dipl- Ing. Thomas Kügler
Dipl.-Ing. Jörg Wagner
Janett Baumann

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