Schadstoffpotentiale urbaner Niederschlagsabläufe mit Hinblick auf Behandlungsmöglichkeiten in dezentralen Systemen

Niederschläge können in Ballungsräumen durch den hohen Versiegelungsgrad der Städte kaum versickern und gelangen über die Kanalisation in die Kläranlagen (Mischsystem) oder müssen getrennt abgeleitet werden (Trennkanalisation).

Beide Kanalisationssysteme haben den Nachteil, dass bei sehr starken Regenereignissen aus Entlastungsgründen oft Mischwasser  bzw. Niederschlagswasser aus der Trennkanalisation unbehandelt in Flüsse abgeleitet werden muss. Dass urbane Niederschlagsabläufe stofflich stark belastet sein können wird schon seit den 70’er Jahren des letzten Jahrhunderts aus vielen Untersuchungen an Abläufen von Straßen deutlich . Gerade persistente Stoffe wie Schwermetalle oder bestimmte organische Substanzen z.B. polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe können sich trotz vorübergehender Verdünnung durch Niederschläge oder bei Einleitung in Flüsse an anderer Stelle wieder unkontrolliert anreichern. Daher entwickelte sich die Idee Regenwasser aus Niederschlagsabläufen dezentral am Ort des Entstehens zu behandeln und so einer unkontrollierten Anreicherung von Schadstoffen entgegenzuwirken und die Vermischung mit vollständig anders zusammengesetzten Wässern (Mischkanalisation) oder gar unbehandelten Wässern (Trennkanalisation) zu vermeiden.



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle:
Seiten: 156
Preis inkl. MwSt.: € 40,00
Autor: Dipl.-Chem. Alexander Schriewer

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