Special Operations - Müllwerker kämpfen um saubere Meter in der US-Hauptstadt

"Cool bleiben" heißt die Devise, wenn es um die Müllentsorgung und die Straßenreinigung der US-amerikanischen Hauptstadt Washington geht. Ein teilweise überalterter Fuhrpark und eine noch nicht vorhandene Kompostiermöglichkeit für die großen Mengen an herbstlichem Laub geben der amerikanischen Müllentsorgung nicht gerade einen modernen Anstrich. Eine Reportage von jenseits des Atlantiks.

21.08.2005 Während sich schöne und weniger schöne, aber immer farbenprächtig und teils nur mit einem Hauch von Stoff bekleidete Umzugsteilnehmer des ,Caribbean Carnival' zu heißen Samba- oder Salsa-Klängen aus der Karibik schon einmal warm tanzten, schwor Vernon Matthews seine Truppe vom Straßenreinigungsamt in Washington (D.C.) auf eine echte Tortur ein: "Hauptanliegen aller muss sein, den ,Grabenkampf' zu unseren Gunsten zu entscheiden", redete der - wie fast alle anderen Müllangestellte - schwarze Matthews, der sich über die Jahre vom einfachen Handreiniger zum Vize-Hauptvorarbeiter für das Einsatzgebiet ,Special Operations hochgearbeitet hatte, seinen Beschäftigten ins Gewissen.
Der Aufgabe angemessen, seien nur die ,Besten der Besten' - sprich: gut eingearbeitete, hitze- und durchhalteerprobte Arbeitnehmer - für dieses ,heiße' Einsatz-Wochenende ausgesucht worden.
Der Begriff ,special operations (zu dt.: ,Spezialeinsätze'), der auch in Deutschland eher nur mit hochspezialisierten US-Kampftruppen in Verbindung gebracht wird, passt aber auch in der Straßenreinigung in der US-Hauptstadt durchaus ins Bild...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Elgin, Division of Solid Waste Management Washington D.C., Division of Street and Alley Cleaning, I-Eco-S Inc. USA
Autorenhinweis: Anke Wienand, Karl Ambratis I-Eco-S Inc. USA



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juli/August 2005 (August 2005)
Seiten: 4
Autor: Vice President & CEO Europe Karl-Wilhelm Ambratis
Anke Wienand

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