Zurück zur Quelle - Outsourcing des Wasser-Managements in der Papierindustrie

Anfangs ist es die Aussicht Kosten zu senken, die neugierig macht auf die technischen und organisatorischen Alternativen eines Externen Partners. Zum guten Schluss überwiegt die Erleichterung, das leidige Wasser-Thema vom Tisch zu haben und sich endlich auf die eigentliche Aufgabe zurückbesinnen zu können: die Erzeugung hochwertiger Papiere. Wie beides gelingen kann, zeigt beispielhaft ein Projekt aus Niederbayern.

25.09.2005 So häufig kommt es in der Bundesrepublik noch nicht vor, dass ein Industriebetrieb seine Wasserver- und -entsorgung an einen externen Dienstleister abgibt. Schon gar nicht in einer Branche, die so auf das kostbare Nass angewiesen ist wie die Papierindustrie. Immerhin werden für die Erzeugung von einem Kilogramm Papier zwischen 10 und 100 Litern Wasser benötigt, je nach Altpapiereinsatz, Herstellungsprozess und erzeugter Papierqualität. 100 Liter, das ist fast der Tagesverbrauch eines sparsamen Bundesbürgers an Trinkwasser.
Und auch die Belastung des Frischwassers mit Schadstoffen ist nicht ohne. Gemessen am chemischen Sauerstoffbedarf kann sie zwischen 2 und 50 Gramm CSB liegen. Da muss das betriebliche Klärwerk schon sicher und nach den Regeln der Technik arbeiten, um die Abwasserabgabe nicht über die Maßen in die Höhe zu treiben oder gar einen Produktionsstop zu provozieren.
Um so bemerkenswerter ist die Deutschland-Premiere, die die MD Lang Papier GmbH in ihrem niederbayrischen Werk Plattling im Mai 2004 beging. Da nämlich übergab sie das komplette Wassermanagement für zwölf Jahre in die dienstbaren Hände der Veolia Water Deutschland GmbH, Tochter von Veolia Environnement (Paris), einem weltweit führenden Konzern in Sachen Umwelt- und vor allem Wasser- und Abwasserdienstleistungen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: MD Lang Papier GmbH, Veolia Water Deutschland GmbH Veolia Environnement, Myllykoski Corporation
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: September 2005 (September 2005)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Am Puls der Zeit - Abwasser-Contracting in der Metall verarbeitenden Industrie
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2009)
Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihr Wasser- und Abwasser-Management von externen Dienstleistern erledigen zu lassen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit, im Contracting-Vertrag fixiert, kann dazu beitragen, die benötigte Behandlungs- und Aufbereitungstechnik laufend auf dem neuesten Stand zu halten, wie ein Projekt zwischen MAN und Remondis belegt.

Datentransport im Profibus - Redundante Automatisierungstechnik steigert die Verfügbarkeit
© Deutscher Fachverlag (DFV) (6/2006)
Die mittelfränkische Gemeinde Adelsdorf hat den Betrieb von Kläranlage und Wasserwerk einschließlich aller Außenbauwerke neu automatisiert und einheitlich visualisiert. Mehrfach redundante Automati- sierungs- und Leittechnik macht den Betrieb transparent, das Gesamtsystem hoch verfügbar und entlastet so die Gemeindekasse. Bewährte Optionen und Add-ons erweitern die Basisfunktionalität des SCADA-Systems unter anderem um Web-Bedienplätze und automatisieren das Berichtswesen.

Wassersensible und klimagerechte Stadt- und Regionalentwicklung im Ruhrgebiet
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2021)
Der Emscher-Umbau übernimmt als Europas größtes Infrastrukturprojekt die Rolle eines Impulsgebers für eine wassersensible Stadt- und Regionalentwicklung. Für die nachhaltige Transformation der Emscher- Region werden wasserwirtschaftliche Themen mit städtebaulichen, ökologischen und gesellschaftlichen Handlungsfeldern verknüpft. Dabei kommen im Rahmen eines transformativen Governance-Ansatzes verschiedene Planungs- und Dialogformate zum Einsatz.

Abwassergebühren in der Praxis
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (12/2010)
Eckpunkte für eine nachhaltige Kalkulation

Praxisnahe Betrachtung von Strömungen in Belebungsanlagen am Beispiel der Kläranlage Emmerich
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (10/2010)
Im Rahmen von Sanierungsarbeiten auf der Kläranlage Emmerich am Rhein wurden hydraulische Untersuchungen zur Vorbereitung der Investitionen in den Belebungsbecken durchgeführt. Hierzu wurden mehrdimensionale hydraulische Simulationsmodelle eingesetzt. Mittels dieser Simulationen konnten eine optimale Positionierung der neuen Rührwerke sowie die Nutzung der kinetischen Energie des einströmenden Abwassers zur Umwälzung des Beckens erreicht werden. Damit können in Zukunft Energiekosten in Höhe von etwa 9000 €/Jahr eingespart werden.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...