Aufbruch mit Hindernissen - Abfallwirtschaft auf dem Weg in eine neue Ära

Ein halbes Jahr Deponieverbot für unbehandelte Abfälle: Makellos fällt die Bilanz nicht aus. Getrübt wird sie beispielsweise durch erhebliche Sprünge bei den Behandlungspreisen, Kapazitätsengpässe und überraschend zahlreiche Zwischenlager. Von Notstand kann jedoch keine Rede sein. Eher von einer beschleunigten Neuausrichtung der Branche bei noch knirschendem Getriebe - hin zur Rohstoffwirtschaft.

31.12.2005 2005 - ein dramatisches Jahr neigt sich dem Ende. Geprägt von gigantischen Flutwellen, tödlichen Terroranschlägen, wütenden Wirbelstürmen, zerstörerischen Erdbeben, politischen Umbrüchen. Da muten die Erignisse, die sich in der bundesdeutschen Abfallwirtschaft abspielten geradezu harmlos an.
Doch auch hier kam es zu einer folgenreichen Zäsur, markiert durch das Datum 1. Juni. Auch wenn es ,nur‘ darum geht, dass ab nun keine Abfälle mehr ohne vorherige Behandlung auf Deponien abgelagert werden dürfen. Der Stichtag für die endgültige Umsetzung der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi), der Abfallablagerungs- sowie der Deponieverordnung war für einige, allen voran Bundesumweltminister Jürgen Trittin, der Start in ein neues Zeitalter der Abfallwirtschaft. Dabei hatte er bereits das Ziel der nächsten Etappe fest im Blick. Bis 2020 sollen oberirdische Deponien vollständig überflüssig gemacht werden...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Prognos AG, Bundesumweltministerium, Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA), BKB AG, E.ON, Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), Industrie und Handelskammern (IHK), Nordrhein-Westfälisches Umweltministerium
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: November/Dezember 2005 (November 2005)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon

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