Bei der Realisierung von Ersatzbrennstoffkraftwerken sind zügige und schlanke Genehmigungsverfahren von großer Bedeutung.
Hierbei kommt der meist auch im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehenden Prognose der durch das Vorhaben hervorgerufenen Zusatzbelastung durch Luftschadstoffe besondere Bedeutung zu, da bei relevanten Immissionsbeiträgen zeit- und kostenaufwendige Vorbelastungsmessungen drohen. Von einem zügigen und schlanken Genehmigungsverfahren kann dann keine Rede mehr sein. Erschwerend kommt hinzu, dass es trotz langjährig bewährter Abgasreinigungstechniken und umfassender Emissionsüberwachungsvorschriften, trotz des Deponierungsverbotes unbehandelter Abfälle und trotz der aus der Sicht des Klimaschutzes gebotenen thermischen Verwertung des in Abfällen enthaltenen Energieinhaltes nach wie vor große Vorbehalte in der Bevölkerung gegen Anlagen gibt, die in den Anwendungsbereich der 17. BImSchV fallen. Ersatzbrennstoffkraftwerke haben somit ein potentielles Imageproblem, das zum Teil auch von Interessensgruppen gezielt geschürt und verstärkt wird.
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| Quelle: | Texte zur Abfall- und Energiewirtschaft 2 (2006) (Dezember 2006) | |
| Seiten: | 8 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Norbert Suritsch | |
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Internationales Klärschlamm-Symposium
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Experten diskutierten Wege zu einer verantwortungsvollen Klärschlammentsorgung
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Die konditionierte Trockensorption - ein wirtschaftliches Verfahren (Handout)
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Die Ökonomie von Verbrennungsanlagen für Müll-, Holz- und Ersatzbrennstoffe wird wesentlich von den Bau- und Kapitalkosten und von den Betriebskosten bestimmt (Folie 3). Bau- und Betriebskosten hängen maßgeblich von der Wahl des Verfahrens ab (Folie 4). Bei den Baukosten dominieren die Kosten für Verbrennungsrost, Kessel und Abgasreinigung. So verursacht eine nasse Abgasreinigung mit Wäschern und der zugehörigen Infrastruktur deutlich höhere Baukosten als eine konditionierte Trockensorption. Ein Katalysator für die Entstickung ist drei- bis viermal so teuer wie eine SNCR. Bei den Betriebskosten fallen, optimale Energienutzung vorausgesetzt, die Kosten für die Instandhaltung und das Betriebspersonal sowie die Kosten für die Absorbentien und die Entsorgung der Reststoffe am stärksten ins Gewicht.
Aktuelle Verfahren zur Abgasreinigung in Europa
© Texocon GbR (5/2008)
Die thermische Abfallbehandlung in Rostfeuerung mit möglichst hoher Energierückgewinnung hat sich unter dem Schlagwort „waste-to-energy“ in Europa durchgesetzt –wenn auch in etlichen Mitgliedstaaten erst auf dem Papier. Nach der „technologischen Hochrüstung“ der Abgasreinigungsanlagen in Deutschland in den 90er-Jahren hat sich der Trend umgekehrt - möglichst einfache Anlagen sind gefragt, offen ist meist nur noch die Wahl des Additivs. Neben dem verstärkten Einbezug von wirtschaftlichen Aspekten hat vor allem der „historisch tiefe“ Entsorgungspreis in den deutschen Untertagedeponien zu dieser Entwicklung geführt.
