Erzeugung von Strom und Wärme aus Abfall – Sicht eines Energieversorgungsunternehmens –

Die BKB Aktiengesellschaft steuert im E.ON-Konzern die Abfallverbrennungsaktivitäten und betreibt heute an neun Standorten in der Bundesrepublik Anlagen.

Bis Ende 2006 steigt die verfügbare Verbrennungskapazität auf etwa 2,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Weitere vier Anlagen zur Verwertung von Sekundärabfällen (EBS) befinden sich in der Errichtung. Die BKB AG ist damit insgesamt, gemessen an der Verbrennungskapazität, Marktführer in Deutschland. Die Abfallwirtschaft in Deutschland hat sich im letzten Jahrzehnt, nach Einführung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes erheblich gewandelt. Heute leistet die Abfallwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zu Ressourcenschonung und Umweltschutz. Die thermische Abfallbehandlung ist, nach In-Kraft-Treten des Deponierungsverbotes für unbehandelte Siedlungsabfälle, von zentraler Bedeutung. Es werden derzeit etwa siebzehn Millionen Tonnen Abfall jährlich thermisch behandelt. Darüber hinaus besteht 2006 für weitere sieben Millionen Tonnen heizwertreicher Abfälle ein Kapazitätsdefizit. Die primäre Aufgabe von Abfallverbrennungsanlagen besteht in der sicheren und umweltgerechten Abfallbehandlung. Der Aspekt der Energieerzeugung aus Abfall gewinnt vor dem Hintergrund der Endlichkeit fossiler Energieträger und der CO2-Problematik zunehmend an Gewicht.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Texte zur Abfall- und Energiewirtschaft 2 (2006) (Dezember 2006)
Seiten: 18
Autor: Dr.-Ing. Roland Scharf

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