Die anfallenden Schlacken enthalten mehr oder weniger Restanteile an Metallen, die zurückgewonnen werden sollen. Dies gelingt im Allgemeinen dann besonders gut, wenn die Metalle in elementarer, gediegener Form als lose Stücke, bzw. grobe oder feine Einschlüsse in der Schlacke vorliegen. Metalloxide, Metallsulfide und in der Schlackenmatrix als feste Lösung enthaltene Metalle sind dagegen schwierig bis unmöglich mittels physikalischer Aufbereitungsverfahren abzutrennen.
Metallurgische Schlacken fallen bei pyrometallurgischen Prozessen an, in denen Metalle aus Erzen oder Recyclingmaterial erschmolzen, raffiniert oder legiert werden. Unterschieden werden Schlacken aus der Eisen- und Stahlerzeugung. Hochofenschlacke hat mit etwa 8 Millionen t/a in Deutschland den größten Anteil, gefolgt von Stahlwerks und Elektroofenschlacke mit insgesamt etwa 6 Millionen t/a. Geringere Mengen fallen mit etwa 1,3 Millionen t/a bei der Verhüttung von Buntmetallen (Kupfer, Blei, Nickel) sowie Ferrolegierungen an.
Bei allen metallurgischen Prozessen verbleibt ein Teil des Metalls in der Schlacke und kann in Form von Agglomeraten diverser Legierungen, als reines Metall oder in oxidischer Form vorliegen. Die Extraktion des in der Schlacke enthaltenen Metalls erfolgt in vielen Fällen nur unzureichend. Insbesondere fein verwachsene Metallpartikel gehen in den Abgängen verloren. Ein nach wie vor zur Anwendung kommendes Verfahren ist die Feinmahlung der Schlacke in z.B. Kugelmühlen mit anschließender Klassierung zur Gewinnung des Metalls in der Grobfraktion. Während die mineralischen Anteile nach der Behandlung als Feinkorn < 250 μm vorliegen, sind die metallischen Anteile üblicherweise in Kornbereichen > 500 μm. Zur Behandlung von z.B. Ferrochromschlacken ist dieses Verfahren nicht geeignet, da die metallischen Anteile hier das gleiche spröde Zerkleinerungsverhalten wie die mineralischen aufweisen.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013) | |
| Seiten: | 11 | |
| Autor: | Univ.-Prof. Dr.- Ing. Hermann Wotruba Dr.-Ing. Lars Weitkämper | |
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Environmental effects of fireworks with special consideration of plastic emissions
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In Germany, about 133 million Euro are spent annually for New Year’s Eve fireworks, which result in 38,000 to 49,000 Mg of total firework mass. By a com-bination of desk research with official fireworks approval statistics, a customer survey, dismantling experiments with fireworks debris and with packaging characterisation, the total nationwide polymer emission was estimated to be 3,088 Mg. Out of this total mass, a projected polymer debris mass of 534 Mg was identified, and about 270 Mg of polymer packaging material. The remaining 2283 Mg of polymer mass are parts that eventually may remain at the launching site.
Edelstahl Recycling – Urban Mining Potentialanalyse für die Schweiz
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Die Potentialanalyse zur Rückgewinnung von Edelstahl aus ausgewählten
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Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen (MVA) und Ersatzbrennstoff (EBS)-Kraftwerken sind anthropogene Wertstofflager, da sie signifikante Mengen an Wertmetallen, vor allem Eisen, Aluminium und Kupfer, beinhalten. Letzteres besitzt den höchsten Wert und die beste Recyclingfähigkeit vor allem im Feinkornbereich. In Aufbereitungsanlagen, die nach dem Stand der Technik mit trocken-mechanischen Verfahren arbeiten, können diese Wertmetalle bis zu einer unteren Behandlungskorngröße von ca. 2 mm zurückgewonnen werden. Während für Eisen hohe Rückgewinnungsquoten erreicht werden, sind diese für NE-Metalle deutlich geringer.
