Ökobilanzen sind ein anerkanntes Werkzeug zur Analyse der entlang eines Produktlebensweges (Rohstoffgewinnung, Herstellung, Nutzung, Entsorgung) auftretenden ökologischen Konsequenzen. Während bislang überwiegend Umweltwirkungen, wie Klimaänderung, Versauerung, oder Toxizität, im Vordergrund standen, sind zunehmend auch Fragen der eingesetzten Rohstoffe und deren Verfügbarkeit von Interesse. Dies gilt besonders für Produkte, für deren Herstellung verfügbarkeitskritische Rohstoffe eingesetzt werden, wie z.B. Elektroantriebe oder Lithium-Ionen Batterien.
Trotz dieser Entwicklung, ist die Bewertung des Rohstoffverbrauchs in Ökobilanzen bisher unzureichend gelöst, da mit bestehenden Indikatoren erzielte Ergebnisse ausschließlich durch den Verbrauch von fossilen Energieträgern dominiert werden. Als kritisch wahrgenommene Rohstoffe, wie seltene Erden oder Kupfer, liefern i.d.R. keinen nennenswerten Beitrag zu den Indikatorergebnissen.
In dieser Arbeit werden zunächst die Methodik der Ökobilanz als auch die vorhandenen Ansätze zur Bewertung der Rohstoffverfügbarkeit vorgestellt. Anschließend werden neue Ansätze zur Bewertung der physischen und sozioökonomischen Verfügbarkeit von Rohstoffen vorgestellt und anhand eines Beispiels illustriert.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013) | |
| Seiten: | 10 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Markus Berger Dipl.-Wirtsch.-Ing. Laura Schneider Vanessa Bach Prof. Dr. rer. nat. Matthias Finkbeiner | |
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Wie verbindlich sind die Ziele der Raumordnung (noch)?
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2024)
Zur Novelle der Abweichung von den Zielen der Raumordnung (§ 6 Abs. 2 ROG) durch das ROGÄndG
Statistische Betrachtung von Infrarot-Sensordaten in der Aufbereitung mit Relevanz zur Brandfrüherkennung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Neue Zündquellen erschweren zunehmend die Lagerung und Aufbereitung von Abfällen, insbesondere durch Akkumulatoren oder Batterien kommt es immer wieder zu großen Schäden in abfallverarbeitenden Unternehmen. Zudem ist davon auszugehen, dass sich in den nächsten Jahren die in Verkehr gesetzte Menge an Akkumulatoren und Batterien stark erhöhen wird. Ohne geeignete Messsysteme ist es kaum möglich, Brände frühzeitig zu erkennen. Um mit dem zunehmenden Brandrisiko umzugehen und um brandbezogenen Gefahren entgegenzuwirken wer-den daher IR-Messsensoren eingesetzt. Diese Sensoren werden an verschiedenen Stellen platziert, an denen erfahrungsgemäß mit hohen Temperaturen zu rechnen ist, wie beispielsweise nach Zerkleinerungsaggregaten und anderen Aggregaten mit mechanischer Beanspruchung. Sensoren werden aber auch eingesetzt, um das Material am Ende der Verarbeitung noch einmal zu kontrollieren, bevor es in das Output-Lager befördert wird. Der vorliegende Beitrag wertet die Messdaten von mehreren Anlagenstandorten aus und vergleicht diese. Ziel ist es, Trends in den Daten zu erkennen, um mögliche Maßnahmen abzuleiten. Die Datengrundlage umfasst die Temperaturen der einzelnen Messpunkte sowie gemessenen Maximaltemperaturen. Diese Datengrundlage wird mit qualitativen Daten ergänzt, welche neben dem Grund der Temperaturüberschreitung auch das Material klassifiziert. In diesem Zuge wird auch eine statistisch signifikante Abhängigkeit mit dem verarbeiteten Material hergestellt und auch mit den im Einsatz stehenden Zerkleinerungsaggregaten in Bezug gebracht. Der Ver-gleich der Anlagenstandorte dient dabei der Abschätzung des Risikos für restmüllaufbereitende Unternehmen. Die zu vergleichenden Anlagen weisen teilweise die gleichen Inputmaterialien auf, unterscheiden sich jedoch im jährlichen Durchsatz. Der zu betrachtende Inputstrom umfasst neben gemischten Siedlungsabfällen, Gewerbeabfälle und Sperrmüll.
The circular packaging design guideline and holistic sustainability assessment in circular economy
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
The FH Campus Wien Circular Packaging Design Guideline provide recommendations for circular design for the whole supply chain. Circular design is a necessary prerequisite to achieve the goals of the European Circular Economy Package which requires full recyclability of packaging by 2030. Circular packaging should re-duce resource consumption and environmental impacts of packaging. The assessment of packaging sustainability requires the calculation of direct and indirect environmental impacts and circularity at the same time. A method for holistic sustainability assessment of packaging has been proposed by FH Campus Wien and developed in an ECR-working group (Efficient Consumer Response) with the participation of a number of companies along the whole supply chain (brand owners, retailers, packaging manufacturers and packaging systems).
Die Würfel sind gefallen!? Der Referentenentwurf des
Gesetzes zur Bekämpfung von Doping im Sport
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (1/2015)
Mit Hoffnungen und Befürchtungen, jedenfalls mit Spannung war der Referentenentwurf des ersten eigenständigen Anti-Doping-Gesetzes1 (AntiDopG-E) erwartet worden. Während andere europäische Länder bereits vor Jahren explizit sogenannteAnti-Doping-Gesetze vorweisen konnten,2
waren entsprechende (strafbewehrte) Spezialregelungen in Deutschland vor allem dem Arzneimittelgesetz (AMG) zu entnehmen.
:metabolon – Vom Reststoff zum Wertstoff - Von der Deponie zum Innovationsstandort für Ressourcenmanagement
© Wasteconsult International (12/2014)
Das Entsorgungszentrum Leppe, im oberbergischen Lindlar gelegen, ist seit Beginn der achtziger Jahre die Zentraldeponie für den Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis. Die zunehmende Verfüllung des rund 45 ha großen Areals ist vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) gemeinsam mit den beiden Kreisen sowie den beteiligten Kommunen zum Anlass genommen worden, dem Standort mit dem Regionale 2010 Projekt „:metabolon“ ein völlig neues Gesicht zu verleihen. Unter dem Motto „Stoffumwandlung“ (= Metabolismus) ist Bestehendes auf dem Gelände neu in Wert gesetzt und inszeniert worden.
