Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben in der Vergangenheit viele Recyclinganwendungen entstehen lassen. Das Deponieverbot und andere gesetzliche Vorgaben haben bewirkt, dass in vielen Produktionsprozessen und Verfahren eine Sortierung und damit Konzentrierung stattfindet, oder Vermischung mit bestimmten Stoffgruppen minimiert wird, um weiteres Recycling wirtschaftlich oder erst möglich zu machen.
Die hohen Rohstoffpreise erzeugen seit Jahren zunehmendes Interesse an rohstofflichem Recycling. Schon längst führt die Kostensituation dazu, dass bei der Planung einer Fertigung und Herstellung die Einspar- und Recyclingmöglichkeiten Berücksichtigung finden. Steigende Kosten von Neuware und steigende Kosten für die Entsorgung machen Recyclingverfahren in zunehmendem Maße wirtschaftlich. Dies gilt sowohl für weitere Rohstoffe als auch für die Konzentration in einem Stoffstrom. Da seit Jahrzehnten einige Systeme bereits marktwirtschaftlich etabliert sind, werden die Verfahren optimiert, kombiniert und erweitert. Bessere Qualität führt zudem zu mehr Akzeptanz, bekannte Beispiele sind Altpapier, Aluminium, Glas.
In den Phasen der Verarbeitung fallen Produktionsabfälle an, die recycelt werden können (Stanzen, Schneiden, Drehen, Konfektionieren, Verpacken). Oft sind diese Abfälle bereits vermischt weil sie z.B. als Verbundwerkstoff verarbeitet werden oder weil sich die separate Erfassung am Entstehungsort nicht lohnt. Ebenso häufig sind sie mit Hilfsmitteln der Bearbeitung oder Konfektionierung behaftet, wie Schmier- und Schneidöle, Schlichte, Ummantelungen, Schutzhüllen usw.
| Copyright: | © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH | |
| Quelle: | Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013) | |
| Seiten: | 10 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Franz Hormes | |
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Verwertungsmöglichkeiten von Bettaschen aus der Abfallverbrennung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Wirbelschichtfeuerungsanlagen machen etwa ein Drittel der österreichischen Abfallverbrennungskapazität aus. In diesen Verbrennungsanlagen entstehen unter Anderem Bettaschen als fester Rückstand. Diese enthalten große Mengen an Glas, sowie Metalle und inerte Materialien wie Keramik, Steine, Beton oder Ziegel. Mittels moderner Aufbereitungstechnologie ist es möglich, in den Bettaschen enthaltene Wertstoffe rückzugewinnen.
Die nächste Generation der sensorgestützten Sortierung – Laserstrahlen
und Messobjekte in Bewegung und wie damit Stückgüter auf Förderbändern
materialabhängig sortiert werden
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Schneller als mit Lichtgeschwindigkeit können Informationen nicht übertragen werden. Für hohe Massendurchsätze beim Recycling von Stückgütern sollte idealerweise jedes Teil auf einer Förderstrecke geortet, identifiziert und einer materialspezifischen Sortierfraktion zugeordnet werden können.
CO2-Bilanzierung für eine chemisch-physikalische Behandlungsanlage
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Durch neue gesetzliche Vorgaben (z.B. Lieferkettengesetz, Nachhaltigkeitsberichterstattung), diverse Umweltmanagementsysteme und Anfragen von Kunden ist für eine Datenbereitstellung eine bestehende Stoffstrombilanzierung zur Behandlungseffizienz oftmals nicht mehr ausreichend.
Ausschleusung von Wertstoffen vor der thermischen Verwertung – Stand und Perspektiven
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2023)
Das Ausschleusen von Kunststoffen vor der thermischen Verwertung wird von EURegularien befeuert, die die Vorbehandlung von Restabfall, CO2-Abgaben für TAB, hohe Recyclingquoten sowie den Einsatz von sauberen aus Verpackungsabfällen gewonnenen Recyclaten in der Neuproduktion von Lebensmittelverpackungen implizieren. Letzteres wird gegebenenfalls nur durch Etablierung von chemischen Recyclingverfahren möglich, wodurch die Nachfrage nach Recyclaten steigen wird. Vorreiter bei dem Betrieb von Nachsortierungsanlagen sind die Niederlande und Skandinavien. In den Niederlanden ersetzt die Nachsortierung gegebenenfalls die getrennte Erfassung von Kunststoffen. Für Deutschland ist für eine Anlagenplanung der Kunststoffgehalt im Restabfall entscheidend, welcher durchschnittlich 6,7 Gew.-% und in städtischen Gebieten bis zu 11,7 Gew.-% betragen kann.
Dezentrale thermische Klärschlammverwertung mit Aschemodifikation für ein regionales P-Recycling
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2023)
Flexible, an den konkreten regionalen Bedingungen orientierte dezentrale Recycling- und Verwertungsprozesse, die die gesamte Kette vom Klärschlammanfall bis zum Absatz daraus erzeugter Produkte umfassen, sind ein vielversprechender Ansatz. Die Partner des Verbundprojekts DreiSATS entwickeln und erproben vor diesem Hintergrund ein neuartiges Konzept, das im ersten Prozessschritt auf die dezentrale Verbrennung von Klärschlämmen mit der patentierten Staubfeuerung der Fa. Carbotechnik setzt.
