Integration von entsorgungslogistischen Prozessen in das Supply Chain Management

Supply Chain Management (SCM) ist ein Konzept zur Verknüpfung von unternehmensübergreifenden Prozessen, mit dessen Hilfe Bestände gesenkt und Durchlaufzeiten reduziert werden können. Neben diesen klassischen Unternehmenszielen steigt gegenwärtig die Bedeutung der Kreislaufführung von Ressourcen durch mehrfache Nutzung in Produkt- und Materialkreisläufen.

  Die notwendigen Kreislaufprozesse – Sammlung, Behandlung und Wiedereinsteuerung – besitzen einige Besonderheiten, die eine Implementierung in bestehende SCM-Lösungen erschweren. Insbesondere standen im SCM bisher die Beziehungen von Unternehmen untereinander im Vordergrund, kreislauforientiert hat jedoch die Gestaltung der Nahtstelle zu den Kunden, also einer sehr großen Zahl heterogener Individuen, eine wichtige Stellung inne.
Im Rahmen des DFG-Sonderforschungsbereiches 281 Demontagefabriken an der TU Berlin wurde ermittelt, dass diese Problemstellung gegenwärtig für recyclingorientierte Unternehmen und Entsorgungsdienstleister eine hohe Bedeutung besitzt. Durch die Weiterentwicklung des Supply Chain Management zu einem ganzheitlichen Demand Circle Management (DCM), das neben der verstärkten Bedarfs- und Kreislauforientierung insbesondere die Nahtstelle zu atomistischen Kundenstrukturen beinhaltet, kann eine wichtige Voraussetzung für die Etablierung effizienter Ressourcenkreisläufe geschaffen werden. Am Beispiel eines Herstellers elektrischer Konsumgüter wird dargestellt, welche Herausforderungen sich aus aktuellen gesetzlichen Veränderungen ergeben und welche Potenziale zur Ressourcenschonung durch DCM und die effiziente Gestaltung der Kundennahtstelle erschlossen werden können.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Reformbedarf in der Abfallwirtschaft (2001) (Dezember 2001)
Seiten: 16
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Kffr. Annerose Fritsch
Dipl.-Ing. Thomas Sommer-Dittrich

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