Moderne Konzepte zur thermischen Abfallbehandlung mit zentralen Großanlagen und dezentralen Kleinanlagen

Nicht zuletzt in Anbetracht des näher rückenden Jahres 2005 für das Inkrafttreten des allerletzten Termins zur Schließung nicht TASi-gerechter Deponien erfährt die thermische Abfallbehandlung in Deutschland derzeit einen Aufschwung. Dabei setzt sich auch zunehmend die in anderen Ländern schon längst bekannte Überzeugung durch, dass diese Verfahren ein unverzichtbarer Baustein nachhaltiger Entsorgungs- und Umweltpolitik sind.

Die Erkenntnis, nicht alles um jeden Preis stofflich verwerten zu können, und die Erfahrung, dass man mit kalten Verfahren nicht in der Lage ist, im Abfall enthaltene Schadstoffe und Erreger zu zerstören, hat zu Konsequenzen in der Abfallwirtschaft geführt, die auch bei den großen Entsorgungsunternehmen eine Neubewertung der Behandlungsverfahren nach sich zog. Die energetische Verwertung, d.h. die Nutzung der im Abfall enthaltenen Energie für die Versorgung kommunaler und/ oder industrieller Verbraucher, stellt immer noch eine der wertvollsten Verwertungen dar. Bei der Umsetzung derartiger Konzepte insbesondere in den neuen Bundesländern lassen sich zurzeit zwei besondere Anlagentypen identifizieren: zentrale Großanlagen für weiträumige Entsorgungsgebiete und dezentrale Kleinanlagen für regionale Lösungen.
Abfall ist überwiegend ein Flächenprodukt, d.h., er wird regional erzeugt und gesammelt. Insofern sind fast alle Anlagen zur Abfallbehandlung eher zentral angeordnet und die Abfallströme werden aus der Region zu ihnen geleitet, so dass die Trennung zentral/dezentral nicht ganz zutreffend ist – der wesentliche Unterschied ist die Anlagengröße und damit die Begrenzung der zu entsorgenden Region.
 



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Reformbedarf in der Abfallwirtschaft (2001) (Dezember 2001)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Manfred Napp

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