Planung und Genehmigung einer Deponie der Klasse I – Strategische und unternehmerische Gesichtspunkte –

Die Otto Dörner Unternehmensgruppe mit Sitz in Hamburg konzentriert sich auf zwei Geschäftsbereiche, die unter dem Titel Entsorgung einerseits und Kies- und Deponiebetriebe andererseits zusammengefasst werden können. Die gesamte Gruppe beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen konsolidierten Jahresumsatz von 110 Millionen Euro.

Es ist abzuwarten, wie sich das bevorstehende Problem zu knapper Deponiekapazitäten lösen wird. Es ist zu hoffen, dass die politischen Rahmenbedingungen in etwa so bestehen bleiben wie sie sich jetzt abzeichnen oder gegenwärtig Bestand haben. Die Entscheidung der Otto Dörner Unternehmensgruppe, die Deponie zu bauen, war eine gute Entscheidung. Angesichts der aufgezählten Risiken war es ratsam, die Deponie in drei Abschnitten zu bauen, um auf Veränderungen einigermaßen flexibel reagieren zu können. Veränderungen in der Entsorgungswirtschaft können – wie bekannt ist – sehr groß sein und dramatische Auswirkungen haben. Es bleibt zu wünschen, dass von politischer Seite mehr Stabilität geschaffen wird, damit der Unternehmer in der Entsorgungswirtschaft mehr Planungssicherheit für seine kapitalintensiven Vorhaben hat.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Recycling und Rohstoffe 1 (2008) (Dezember 2008)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Tilmann Quensell

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Behandlung von Steinwolle zur stofflichen Verwertung als Sekundärzumahlstoff in der Baustoffindustrie
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Durch den Einsatz von künstlichen Mineralfasern (KMF) als Dämmstoff im Bausektor fallen diese bei Rückbaumaßnahmen als Abfälle an. Die Deponierung, als vorrangiger Weg der Entsorgung in Österreich, gestaltet sich aufgrund der niedrigen Rohdichte und geringen Formbeständigkeit des Materials als herausfordernd. Das Projekt „RecyMin“ beschäftigt sich daher mit dem Recycling von KMF und verfolgt dabei die verschiedensten Lösungsansätze, von der innovativen Deponierung bis zum Einsatz in der Zementindustrie (Sattler et al. 2020).

Deponiewirtschaft heute und morgen – Potenziale, Problemfelder und Chancen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
In den meisten Bundesländern besteht zumindest heute schon regionaler Deponiebedarf. Wenn zeitnah keine neuen Deponien hinzukommen, nähern sich einige Bundesländer sehr schnell dem Entsorgungsnotstand. Angesichts des gewaltigen jährlichen Massenstroms an mineralischen Abfällen würde eine Teilverschiebung in Folge von Rechtsänderungen sehr schnell zum Entsorgungsnotstand in einigen Bundesländern führen. Vermeidbar wäre dies nur, wenn nach heutigem Wissensstand bundesweit rund 50 Mio. m3 jährlich neue Deponiekapazität geschaffen würde. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern und den jeweiligen Deponieklassen zu berücksichtigen. Vielfach ist die Datenlage in den Bundesländern unklar, zumindest aber nicht eindeutig und muss verbessert werden. Einige Bedarfsgutachten liegen inzwischen vor oder sind beauftragt.

Entsorgungssicherheit für mineralische Abfälle auf überregionalen Deponien
© VKU Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS - Landesgruppe Baden-Württemberg (7/2010)
Im folgenden Bericht werden exemplarisch Modelle der Zusammenarbeit von verschiedenen örE dargestellt, die zu einer gemeinsamen Benutzung von Deponiekapazitäten führen. Dan eben wird über eine Kooperation zweier örE berichtet, die durch Gründung einer Betriebsgesellschaft Kapazitäten und Betriebs-Knowhow gebündelt haben und auch damit regionale Entsorgungssicherheit schaffen. Der Bericht befasst sich mit der Situation der mineralischen Abfälle der Deponieklassen I und II in Baden-Württemberg und gibt abschließend einen Ausblick auf zukünftige Kooperationsformen im Land.

Chancen und Risiken eines Deponieausbaus am Beispiel der Deponie Wilsum
© Wasteconsult International (12/2008)
Im Zuge der Vorplanungen für den zu realisierenden Deponieabschluss der Zentraldeponie Wilsum II ist es aus bautechnischen Gründen erforderlich, bisher nicht genutzte Deponieabschnitte zu erschließen. In Betracht kommen ein Diagonal- und ein Vollausbau der Deponie. Die Ausbaukosten sowie die weitere Entwicklung des Abfallmarktes sind hier von besonderer Bedeutung.

Bewertung der Umweltrisiken für den DVO-konformen Weiterbetrieb von Deponien
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2008)
Nach den Vorgaben der neuen Deponieverordnung 2008 (BGBl. II Nr. 39/2008) § 47 Z1 ist der Weiterbetrieb eines Kompartiments mit vertikaler Umschließung, welches sich am 1. März 2008 in der Ablagerungsphase befindet und die Anforderungen des Standes der Technik gemäß Deponieverordnung in Bezug auf die Deponietechnik nicht erfüllt, ab dem 1. Juli 2009 unter der Voraussetzung zulässig, wenn der Deponieinhaber für den Weiterbetrieb bis spätestens 1. März 2009 eine Anzeige gemäß § 37 Abs. 4 Z1 AWG 2002 erstattet und entsprechende Unterlagen für die Bewertung der Risiken für die Umwelt anschließt.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...