Technische, ökologische und gesetzliche Aspekte bei der Verwendung von Eisenhüttenschlacken

Nachhaltigkeit ist eines der großen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Die deutsche Stahlindustrie stellt sich seit Jahren diesem umfangreichen Aufgabenfeld. Sie will schonend mit den Ressourcen umgehen, zu wirtschaftlichem Wohlstand beitragen und sich der Verantwortung für soziale Ausgewogenheit stellen. Ob Umwelt, Wirtschaft oder Soziales – in allen Bereichen arbeitet die Stahlindustrie mit großem Engagement, damit Nachhaltigkeit kein leerer egriff bleibt, sondern für die nachfolgenden Generationen Wirklichkeit wird.

Eisenhüttenschlacken werden seit mehr als hundert Jahren auf der Grundlage von Normen und anerkannten Regelwerken im Bauwesen und als Düngemittel eingesetzt. Bezüglich des Bauwesens stehen dabei die Herstellung von Zementen und die Verwendung im Verkehrswegebau im Vordergrund. Auf diese Weise konnten damit allein seit 1945 etwa eine Milliarde Tonnen mineralischer Baustoffe eingespart und natürliche Ressourcen geschont werden. Durch die Verwendung von Hüttensand, der granulierten Hochofenschlacke, als Hauptbestandteil bei der Zementerzeugung als Klinkersubstitut können weiterhin CO2-Emissionen eingespart werden. Der Hüttensand trägt damit dazu bei, die ehrgeizigen Ziele in Deutschland zur Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen. Kontinuierliche Anwendungsforschung und Qualitätsüberwachung der hergestellten Produkte stellen sicher, dass alle Produkte aus Eisenhüttenschlacken den vorgegebenen Anforderungen an die Technik genügen. Die Überarbeitung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie, die REACH-Gesetzgebung und die in Deutschland zurzeit in der Bearbeitung befindliche Ersatzbaustoffverordnung werden zukünftig neue Maßstäbe setzen, welche Stoffe den Status Industrielles Nebenprodukt erhalten werden und wie ihre Bewertung und ihr Einsatz aus Umweltsicht vorzunehmen sind. Die Erzeuger von Eisenhüttenschlacken werden alle Maßnahmen ergreifen, damit ihre Produkte auch weiterhin vor dem Hintergrund der aktuellen Umweltgesetzgebung als Baustoffe und als Düngemittel eingesetzt werden können.



Copyright: © Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH
Quelle: Recycling und Rohstoffe 1 (2008) (Dezember 2008)
Seiten: 19
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Heribert Motz

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