Verbrennung der Shredderleichtfraktion in der zirkulierenden Wirbelschicht

Die Änderung der Bestimmungen zur Ablagerung von Abfällen und der Verwertung der bei der Entsorgung von Altfahrzeugen entstehenden Shredderleichtfraktion (SLF) mit den Zielen der Reduzierung des Deponievolumens sowie der Limitierung des Brennbaren erfordert ein Umdenken in der Handhabung dieser Reststoffe.

So wird künftig der Vorbehandlung stärkere Bedeutung zukommen, etwa in Form von Sortierung, Zerkleinerung oder mechanisch-biologischer Aufbereitung, um einen größeren Anteil der Abfälle als bisher der Wiederverwertung zuführen zu können. In jedem Fall bedeutet dies für die stofflich nicht verwertbaren Anteile eine Erhöhung des jeweiligen Energiegehaltes und/oder stärkere Durchsetzung mit nicht deponiefähigen Schadstoffen. Als Konsequenz daraus sind diese Reststoffe vermehrt thermisch zu verwerten, d.h. über den Weg der Verbrennung und Dampferzeugung in Strom und Wärme umzuwandeln. Das dazu erforderliche und zur Verfügung stehende Anlagenkonzept zur Verbrennung von Shredderleichtfraktionen sowie von anderen Ersatzbrennstoffen in der zirkulierenden Wirbelschicht (ZWS), sowie der anschließenden Abgasreinigung wird in diesem Beitrag beschrieben.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Produktverantwortung (2007) (Juni 2007)
Seiten: 30
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Reinhard K. W. Knittel

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