Recycling von Autokatalysatoren – Strukturelle Defizite trotz ausgereifter Technik –

In Europa wurden Katalysatoren erst in den späten achtziger Jahren eingeführt, ab dem 1.1.1993 galt für alle EU-Neuzulassungen mit Ottomotoren und ab 1.1.1997 für alle Diesel-Pkw de facto die Katalysatorpflicht.

Katalysatoren für die Abgasreinigung von Kraftfahrzeugen enthalten die Edelmetalle Platin (Pt), Palladium (Pd) und Rhodium (Rh). Obwohl im Katalysator eines einzelnen Fahrzeugs nur 2 bis 3 g Platingruppenmetalle (PGM) enthalten sind, addierte sich 2006 der PGM-Gesamtbedarf für Autokatalysatoren weltweit auf 290 Tonnen. Kumuliert wurden zwischen 1980 und 2006 in Autokatalysatoren 3.500 Tonnen eingesetzt, davon entfallen rund jeweils 1.600 Tonnen auf Platin und Palladium und 300 Tonnen auf Rhodium. Die Primärproduktion an diesen Metallen betrug im gleichen Zeitraum nur 8.000 Tonnen, d.h. der Autoabgaskatalysator stellt mit über vierzig Prozent das weltweit wichtigste Nachfragesegment für Platingruppenmetalle dar und hat die PGM-Preise mit in die Höhe getrieben.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Produktverantwortung (2007) (Juni 2007)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Christian Hagelüken

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