Die Entwicklung der dualen Systeme und die Kalkulationsrisiken für die Entsorger

Die Monopolstellung des DSD und die – gesellschaftsrechtlichen – Verbindungen zur privaten Entsorgungswirtschaft waren Anfang des Jahrtausends Gegenstand der Untersuchung der europäischen und nationalen Wettbewerbshüter. Diese kamen schnell zu dem Schluss, dass eine Entflechtung zwischen dem DSD und der privaten Entsorgungswirtschaft stattzufinden habe und ein Wettbewerb mehrerer dualer Systeme zu installieren und zu fördern sei.

Als Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts das Duale System Deutschland – Der grüne Punkt – (DSD) seine Tätigkeit als System zur Entsorgung gebrauchter Verkaufsverpackungen nach der Verpackungsverordnung aufnahm, schien diese Form der privatrechtlich organisierten Entsorgung nicht unter einem guten Stern zu stehen. Neben finanziellen Schwierigkeiten, die nur durch die Unterstützung der privaten Entsorgungswirtschaft überwunden werden konnten, traten Entsorgungsskandale hinzu, die bereits nach kurzer Zeit den Bestand des Systems in Frage stellten. Ein Erfolg für die Kreislaufwirtschaft schien dieses Modell jedenfalls nicht zu werden. Es dauerte aber nicht lange, da konnten diese Schwierigkeiten überwunden werden und das in Deutschland praktizierte Duale System wurde zu einem Erfolgsmodell für die Entsorgungsverantwortung von Herstellern und Vertreibern in gesamt Europa. Mit dieser Entwicklung des Dualen Systems erlebte auch die private Entsorgungswirtschaft einen enormen Aufschwung.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Produktverantwortung (2007) (Juni 2007)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. André Brandt

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