Feinsortierung von Metall und Kunststoff beim Produktrecycling

Im Produktrecycling wie z.B. elektrische Kleingeräte sind vor allem die Metalle die wirtschaftlich interessante Materialklasse. Kunststoffe wurden hier oft sehr hochwertig verarbeitet; ihre qualitätsgesicherte Rückgewinnung sichert somit auch eine erhöhte Wertschöpfung bei dieser Materialgruppe.

Es wird deutlich, dass jede Technologie zur Rückgewinnung von Metallen einen unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Behandlungsanlagen haben muss. Wirtschaftlichkeit wird in der Abfallwirtschaft genauso wie in jedem anderen Industriezweig durch Ausbringen und Reinheit der Produkte sowie die Verfügbarkeit und den Wartungsaufwand der Maschinentechnik definiert. Damit wird auch deutlich, dass Wirtschaftlichkeit insbesondere eine Frage der Technologie ist. In einer üblichen Behandlungsanlage wird zunächst zerkleinert und dann über Sichter und Siebstufen klassiert. Daran anschließend werden je Korngrößenklasse verschiedene Sortierschritte ergänzt. Dies sind im Wesentlichen Metallrückgewinnungstechnologien und im wachsenden Maße auch Kunststoff- oder Papierrückgewinnungstechnologien. Üblicherweise beginnt man mit einer Magnetscheidung mittels Magnettrommel oder Überbandmagnetscheider. Daran schließt sich ein Nichteisenmetallscheider an und seit einigen Jahren gebräuchlich ist die Sensorsortierung. Im Kunststoffbereich werden die Induktionssortiersysteme bzw. Nahinfrarotsortiersysteme eingesetzt. Hochauflösende Systeme sind wegen der notwendigen Reinheit daher ein Muss.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Produktverantwortung (2007) (Juni 2007)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Ulrich Kohaupt
Dr. Antoine Bourely

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