Fünfzehn Jahre Produktverantwortung – Wo stehen wir? – Wo soll es hingehen? –

Die Erfahrungen in der Bundesrepublik Deutschland zeigen, dass freiwillige Maßnahmen bzw. Selbstverpflichtungen der Industrie im Umweltschutz seitens der Wirtschaft vor allem angestrebt werden, um ordnungsrechtliche Regelungen zu vermeiden oder um ordnungsrechtliche Rahmenregelungen zu flankieren.

Mit dem 1986 in Kraft getretenen bundesdeutschen Abfallgesetz (AbfG) sind erstmals in § 14 die ordnungsrechtlichen Grundlagen für die Produktverantwortung gelegt worden, ohne allerdings den Begriff Produktverantwortung zu verwenden; dieser wurde erst mit dem 1994 veröffentlichten und 1996 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) eingeführt. Danach umfasst die Produktverantwortung unter anderem die Entwicklung und Herstellung, die Nutzung sowie Entsorgungsphase, also den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Die Produktverantwortung verlangt eine Neuorientierung hin zum ökologischen Design und zur Reduktion von Stoffströmen bei der Herstellung und dem Gebrauch von Erzeugnissen. Das KrW-/AbfG eröffnet die Möglichkeit, die Produktverantwortung durch Rechtsverordnungen oder durch freiwillige Selbstverpflichtungen zu konkretisieren und umzusetzen oder beides miteinander zu kombinieren.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Produktverantwortung (2007) (Juni 2007)
Seiten: 17
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Arno Fricke

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Review of the Best Available Techniques (BAT) Reference Document (BREF) for Waste Incineration – Current Status and Trends –
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (12/2015)
Synopsis of presentation by the Joint Research Centre’s European Integrated Pollution Prevention and Control (IPPC) Bureau

Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?

The Role of Brussels in Waste Legislation throughout the European Union
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (10/2012)
The EU's influence on environmental legislation in Europe is hard to understate. It is assumed that over 80% of all legislation touching environmental issues in the EU is actually derived from EU Directives or other EU Actions.

The EU Landfill Directive
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (10/2012)
The European legislator has targeted the environmental risks and dangers of landfills with the Directive 1999/31/EC¹ on the landfill of waste (Landfill Directive). In order to cope with the dangers of landfills, uniform structures were created by way of the landfill directive.

Waste Framework Directive - EU Compliant Implementation by the Hungarian Act for Promoting Environmental Sound Waste Management
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (10/2012)
One of the most fundamental changes in the new European Union's new waste Management legislation is that the former waste legislation mainly focused on the avoidance of the negative health and environmental Impacts, while the new Directive strongly emphasises waste prevention.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...