Klärschlammverbrennung mit Hausmüll

Die Entsorgung von entwässertem Klärschlamm ist heute ein wichtiger Punkt der Abfallwirtschaft. Eine sehr umweltverträgliche und kostengünstige Entsorgungsmöglichkeit ist die Mitverbrennung von entwässertem Klärschlamm in Hausmüllverbrennungsanlagen. Bestehende Projekte zeigen, dass die gemeinsame Verbrennung nicht zu höheren Emissionen führt, die Investitionskosten gering sind und der Schlamm umweltverträglich und wirtschaftlich entsorgt werden kann. Putzmeister bietet für die Lagerung, den Transport und das Zuführen der Abfälle in die Brennräume schlüsselfertige Komplettlösungen.

  Die Klärschlamm-Entsorgung in der Hausmüll-Verbrennung kann sowohl in neu geplanten Anlagen integriert als auch bei älteren Anlagen nachgerüstet werden. Dabei wird die Annahme des Hausmülls sowie die Übergabe und Dosierung der Abfälle in die Brennkammer in keiner Weise von der Klärschlammzugabe beeinträchtigt. Außer der gemeinsamen Verbrennung in einem Ofen gibt es keine Schnittstelle zwischen beiden Entsorgungslinien.
Während die traditionelle Klärschlamm-Verbrennung (Monoverbrennung) in Wirbelschichtöfen stattfindet und eine aufwendige Rauchgas-Reinigung voraussetzt, ist bei der Klärschlamm-Mitverbrennung im Hausmüll keine zusätzliche Abgasreinigung erforderlich, da die vorhandenen Einrichtungen ausreichend sind und genutzt werden können.
 Die Anlieferung des entwässerten Klärschlamms erfolgt in einem separaten Annahmebunker durch LKW. Die Größe hängt von der Verbrennungskapazität ab und ist üblicherweise zwischen 40 und 200 m3. Das Annahmesilo dient als Zwischenlagerplatz bzw. als Puffer für den in unregelmäßigen Intervallen angelieferten Schlamm.
Da die Müllverbrennung möglichst kontinuierlich verlaufen sollte, um Temperatur- und Schadstoffspitzen zu vermeiden, ist eine gleichmäßige Zufuhr des zu verbrennenden Klärschlamms zwingend erforderlich.
Der Austrag des Klärschlamms aus dem Silo wird erreicht, indem ein Gleitrahmen am Siloboden den darüber lagernden Schlamm der Vorpresseinrichtung einer angeschlossenen Dickstoffpumpe zuführt.
Da sich im Schlamm immer wieder auch Festkörper wie Steine, Glas und sonstige Fremdstoffe befinden, empfiehlt Putzmeister den Einsatz von ventillosen Dickstoffpumpen der KOS-Baureihe. Bauartbedingt ist dieses Pumpensystem in der Lage, im Medium enthaltene Fremdkörper mit einer Größe bis zu 80 % des Rohrleitungsdurchmessers mitzufördern. Dadurch ist ein Höchstmaß an Anlagenverfügbarkeit gewährleistet. Diese rohrweichengesteuerten Dickstoffpumpen übernehmen dann die Förderung des entwässerten Klärschlamms in den Brennraum des Ofens, der häufig mehrere hundert Meter entfernt ist. Sofern die im Schlamm enthaltenen Fremdkörper nachfolgend nicht gewünscht werden, können diese durch einfache Fremdkörperabscheider aussortiert werden.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Verantwortungsbewusste Klärschlammverwertung (2001) (Juni 2001)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Klaus Neubrand

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