Zur Phosphorverfügbarkeit von Klärschlamm

Agrarüberschüsse in der Landwirtschaft der entwickelten Länder verleiten gelegentlich zum leichtfertigen Umgang mit begrenzt vorhandenen Ressourcen. Dies trifft im besonders hohen Maße auf den Pflanzennährstoff Phosphor zu, dessen abbauwürdigen Vorräte nur noch wenige Jahrzehnte ausreichen und steht im unmittelbaren Sachkonflikt mit der prognostizierten Entwicklung der Weltbevölkerung auf 10 Mrd. Menschen im Jahr 2100, die mit Nahrungsmitteln zu versorgen sind.

  Sicher wird es die Forschung auf den Gebieten der Züchtung, des Pflanzenschutzes, der Technologie und anderer Fachrichtungen ermöglichen, auch weiterhin die Erträge auf der weltweit abnehmenden landwirtschaftlichen Nutzfläche noch zu steigern, an der Tatsache, dass die Kulturen dazu ein ausreichendes Angebot an Nährstoffen benötigen, geht jedoch kein Weg vorbei. Mit anderen Worten: die begrenzt zur Verfügung stehenden Phosphorreserven müssen verantwortungsvoll eingesetzt werden, um auch für nachfolgende Generationen den Nahrungsmittelbedarf abdecken zu können.
Dem in der Bundesrepublik verabschiedeten Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz liegt diese Diktion zugrunde. Für den Pflanzennährstoff Phosphor bedeutet dies im besonderen Maße, die Bemühungen um die Schließung des Stoffkreislaufes zu verstärken. Allein schon aus diesem Grunde muss vor der Abhandlung des Themas der Satz stehen:
Der in den Klärschlämmen enthaltene Phosphor gehört zurück auf den Acker!
Um dort seiner Aufgabe als Pflanzennährstoff gerecht zu werden und die Bildung hoher Erträge zu befördern, ist die Frage nach dessen Pflanzenverfügbarkeit in Abhängigkeit von verschiedenen Abwasserbehandlungsverfahren von besonderer Relevanz. Fe3+ + PO4 Al3+ + PO4 nachgewiesen.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Verantwortungsbewusste Klärschlammverwertung (2001) (Juni 2001)
Seiten: 16
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. rer. nat. habil. Lothar Suntheim

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