Der Einsatz von verschiedenen Brennstoffen in Martin-Feuerungssystemen

In den letzten Jahren wurde an die Lieferanten von Rost-Feuerungssystemen vermehrt die Forderung herangetragen, andere Brennstoffe als den klassischen Hausmüll oder hausmüllähnlichen Abfall zu verbrennen. Es handelt sich dabei zum einen um Abfälle wie Klärschlamm, Tiermehl und Autoshredder-Leichtfraktion, deren bisherige Absatzwege aufgrund gesetzlicher Änderungen oder aus gesundheitshygienischen Gründen nicht mehr offen waren, sowie produktionsspezifische Abfälle wie Gewerbeabfälle und Kunststofffraktionen d.h. Sortierreste, die mehr oder weniger als Mono-Fraktionen verstanden werden können. Zum anderen handelt es sich um Produkte aus Prozessen der Abfallvorbehandlung, z.B. die hochkalorische Fraktion aus der mechanischen oder mechanisch- biologischen Abfallbehandlung, oder aus einer Vorbehandlung zur Erzeugung von Ersatzbrennstoff.

Der Trend zur Erzeugung letzterer Abfallfraktionen ist in Italien und Deutschland besonders ausgeprägt. Des Weiteren wurde speziell in Deutschland aufgrund gesetzlicher Regelungen die Verbrennung von Biomasse – Holz – stark gefördert.Der Heizwert einiger dieser Brennstoffe ist signifikant höher als der von Hausmüll.

Auch das Abbrandverhalten dieser häufig zerkleinerten Brennstoffe ist unterschiedlich zu Hausmüll. Darüber hinaus führt der Einsatz dieser Brennstoffe in den meisten Fällen zu einer Erhöhung des Schadstoffpotentials an z.B. Chlor, Blei, Cadmium oder Zink, mit teils erheblichen Auswirkungen auf die Gesamtanlage. All dies macht technische Anpassungen an den Verbrennungssystemen und deren Betrieb notwendig.

Die Rost-Feuerungssysteme, der Rückschub-Rost und der Horizontal-Rost, des Hauses Martin GmbH für Umwelt- und Energietechnik haben sich aufgrund ihres optimalen Mischungsverhaltens weltweit an über 317 Restabfallverbrennungsanlagen mit regional sehr unterschiedlichem Anforderungsprofil in Bezug auf den Heizwert (Bild 1) bewährt.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Ersatzbrennstoffe 4 (2004) (November 2004)
Seiten: 12
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Phys. Ph.D. Edmund Fleck
Dipl.-Ing. Johannes J. E. Martin

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Entsorgung nicht verwertbarer Outputströme der MBA in die MVA
© IWARU, FH Münster (5/2005)
In wenigen Monaten beginnt ein neues Zeitalter in der Abfallwirtschaft. Die Diskussion wird beherrscht durch die Frage - reichen die Entsorgungskapazitäten? Aber auch andere Aspekte werden an Bedeutung gewinnen. Die LAGA [1] hat ermittelt, dass in 2005 eine gesicherte Behandlungskapazität bei MVA´n und MBA´n i.H.v. 22,6 Mio. t zur Verfügung stehen. Dies würde ausreichen, um Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle zur Beseitigung i.H.v. 20,4 Mio. t zumindest rein rechnerisch aufzunehmen. Berücksichtigt man hingegen auch die Abfälle aus anderen Abfallbehandlungsanlagen (Sortier- und Aufbereitungsanlagen, Kompostwerke), nicht mehr ablagerungsfähige produktionsspezifische Abfälle und das weite Feld der Ersatzbrennstoffe, können an der Entsorgungssicherheit Zweifel aufkommen.

Energy from biomass
© OTH Amberg-Weiden (8/2005)
In principle biomass is organically stored solar energy. The storage occurs through photosynthesis in plants and via the plants in animals as well. According to this definition, coal, oil and gas may also be considered as biomass; after all they originate from dead plant and animal residue. As we understand it today, biomass also has a temporal dimension. It is decisive for our climate that the growth process of biomass - while it is converting carbon, mostly from the carbon dioxide (CO2) in the air, into organic matter - closely coincides with the release, e.g. by energetic utilization. This period can last several hundred years for trees and only a few weeks for other plants.

Wirbelschichtverbrennungsanlagen und Anforderungen an den Ersatzbrennstoff
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (12/2003)
Wirbelschichtöfen sind keine universell einsetzbaren Reaktoren für die Verbrennung von Hausmüll sondern von Brennstoffen mit möglichst definierten Eigenschaften. Für diese sind sie gut geeignet und Stand der Technik. Hausmüll und ähnlich heterogene Brennstoffe müssen vor der thermischen Behandlung mehr oder weniger aufwendig aufbereitet werden.

Thermische Trocknung der heizwertreichen Restabfallfraktion mit Trommeltrockneranlagen von Vandenbroek
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (6/2002)
Vandenbroek International B.V. ist ein weltweit tätiges niederländisches Unternehmen und liefert seit 1948 Trommeltrockneranlagen für die Bereiche Futtermittel (Grünfutter), Brennstoffe (Biomasse) und Abfall (Klärschlamm, Müll).

Auf dem Weg zur Norm
© Rhombos Verlag (1/2006)
Die Entwicklung einer Standardmethode zur Bestimmung des biogenen Anteils in Ersatzbrennstoffen macht Fortschritte

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...