Immunologisch-hygienische Aspekte im Zusammenhang mit Bioaerosolemissionen aus biologischen Abfallbehandlungsanlagen

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Abfallwirtschaft sehen die Vermeidung der Abfallentstehung vor der Abfallverwertung, und zudem eine umweltverträgliche Verwertung und Behandlung in Abfallbehandlungsanlagen vor. In diesem Zusammenhang sind in Abfallbehandlungsanlagen, in denen Personen arbeiten, die Belange des Arbeitsschutzes zu berücksichtigen. Gleichzeitig müssen auch mögliche Befindlichkeitsstörungen und Auswirkungen auf die Gesundheit der benachbarten Bevölkerung vermieden werden.

  Die Faktoren, aus denen sich die verschiedenen Emissionen und Immissionen aus Abfallbehandlungsanlagen zusammensetzen und unterschiedliche Einflüsse auf die Gesundheit von Beschäftigten und Anwohnern nehmen, sind außer Lärm- und Geruchsproblemen auch aerogene Beeinflussungen durch chemische Stoffe und Partikel sowie mikrobiologische Emissionen. Der Bereich Keimemissionen umfasst hauptsächlich Bakterien, Pilze und deren Abbau- und Zerfallsprodukte. Diese biologischen Aerosole können der Auslöser von Atemwegsbeschwerden oder anderen atemwegsbezogenen Erkrankungen (Asthma) und Allergien sowie auch von Haut- und Schleimhautreizungen sein.
 Mögliche Reaktionen des Individuums gegenüber Mikroorganismen sind
• Infektionen,
• Intoxikationen,
• Irritationen und
• Allergien.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Ersatzbrennstoffe 4 (2004) (November 2004)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Eva Jager

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