Siedlungsabfallentsorgung 2005

Durch die Kommunen sind in den letzten Jahren umfängliche Investitionsentscheidungen getroffen oder aufgrund von entsprechender Beauftragung privater Entsorger initiiert worden, um die Anforderungen der Ablagerungsverordnung für die im Rahmen der kommunalen Abfallsammlung erfassten Siedlungsabfälle umzusetzen.

Mit dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz von 1996 wurde zur Umsetzung des Verursacherprinzips in der Abfallwirtschaft die Entsorgungsverantwortung nicht mehr nur in die Hand der Kommunen, sondern auch in die der privaten Abfallerzeuger gelegt. Nach der neu konzipierten Entsorgungsordnung waren die gewerblichen Abfallerzeuger für die Verwertung ihrer Abfälle nunmehr selbst verantwortlich und müssen gemeinsam mit der Entsorgungswirtschaft für eine TASi-konforme Entsorgung ihrer Abfälle Lösungen entwickeln und realisieren.

Eine mögliche Lösung des Problems liegt sicher in der Erschließung von weiteren Kapazitäten in der industriellen Mitverbrennung. Die Bundesregierung hat daher mit der Novelle der 17. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz im Jahr 2003 die emissionsseitigen Anforderungen an die Mitverbrennung entsprechend den bewährten Anforderungen an die Monoverbrennung von Abfällen gleichwertig ausgestaltet. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes dürfte das Potential für die Mitverbrennung bei mehreren Millionen Tonnen jährlicher Verbrennungskapazität liegen. Mit der Umsetzung des Emissionshandels wird das Interesse von Kraftwerksbetreibern, konfektionierte und qualitätsgesicherte Ersatzbrennstoffe aus Siedlungsabfällen einzusetzen, sicher zunehmen. Das Beispiel des Forum Hochkalorik in Brandenburg zeigt, wie Kapazitäten erschlossen werden können.
 
 
Autorin: Diplom-Soziologin Henriette Berg



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Ersatzbrennstoffe 4 (2004) (November 2004)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
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