Aktuelle Wege der Klärschlammentsorgung oder einfach: „Klärschlamm – weg vom Acker?“

Ziel der Reinigung von Abwasser ist es, die mitgeführten Schmutzstoffe in ökologisch verträgliche Reststoffe und in abscheidbare Stoffe umzuwandeln. Die dabei anfallenden Rückstände, die sich sowohl aus den Mikroorganismen der biologischen Reinigungsstufe als auch aus sedimentierten und adsorbierten organischen und anorganischen Inhaltsstoffen des Abwassers zusammensetzen, werden als Schlamm abgezogen. Durch nachfolgende Behandlungsschritte wird der Schlamm eingedickt und biologisch stabilisiert.

 Für diese primäre Schlammbehandlung haben sich anaerobe Verfahren (Schlammfaulung) - mit dem Nebeneffekt der Energiegewinnung in Form von Methan - und aerobe Verfahren bewährt. Bei beiden Verfahren werden auf biologischem Wege die aus instabilen Organismen bestehenden organischen Schlammanteile durch Substratabbau und Veratmung (Freßkette) in stabilere Organismen umgewandelt. Dabei wird der organische Anteil des Klärschlamms von rund 70 % auf 50 % reduziert. Der so anfallende Klärschlamm liegt in einer Suspension von rund 4 – 5 % Feststoffen in 95 – 96 % Wasser vor. In der Regel setzen an dieser Stelle alle nachfolgenden Schlammbehandlungsverfahren an.



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2010 - 38. Abwassertechnisches Seminar (Juni 2010)
Seiten: 23
Preis: € 11,00
Autor: Dr.-Ing. Bergassessor Martin Theodor Steger

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Application of paper sludge for co-fermentation in MBT
© Wasteconsult international (5/2015)
During the production of paper and packaging materials, various paper sludges are producedas waste material. This research project, funded by the DBU, investigates cofermentation in the digesters of mechanical biological treatment plants (MBT) as an ecological and economical solution for the use of these residuals. Three types of paper sludge from different ways of paper production were analyzed. The slurries were checked for possible inhibition effects upon the biogas process in MBT and their Biogas yield. First results have shown that the co-fermentation of paper sludges in digesters of MBT plants could be useful. The results found so far do not show definite inhibition effects.

Kreislaufführung von SEE-haltigen Polierschlämmen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Bei der Herstellung von Swarovski-Kristallglasobjekten werden, nach dem Bearbeitungsschritt des Schleifens, beim Polieren Poliermittel eingesetzt (aktuell bis zu 300 t/a), die zum größten Teil aus Oxiden der Seltenen Erden Lanthan und Cer bestehen. Diese wurden früher nach Gebrauch deponiert, können jetzt aber durch eine chemisch-verfahrenstechnische Weiterentwicklung des Produktionsprozesses kontaminationsfrei als „Polierschlamm“ gesammelt und als Poliermittel wiederverwendet werden. Das Projekt befasst sich mit der Erforschung der Arbeitsschritte, welche für eine Aufarbeitung des Polierschlamms bis zur Wiedereinsetzbarkeit der enthaltenen Seltenenerdoxide als Poliermittel erforderlich sind.

Grundlagen und Empfehlungen für eine bayerische Phosphorstrategie
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2014)
Phosphor stellt einen für den Menschen lebensnotwendigen Rohstoff dar, der in seinen hauptsächlichen Anwendungen nicht substituierbar ist. Da die heute bekannten, endlichen geogenen Phosphatvorräte zudem mit Cadmium und Uran belastet sind, gewinnt die Phosphorrückgewinnung immer mehr an Stellenwert. Die nötigen Voraussetzungen und Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltige Phosphorrückgewinnung aus phosphorhaltigen Abfällen und Reststoffen im Freistaat Bayern wurden in einer Initialstudie erarbeitet.

Ressourceneffizienz in der Behandlung von Metallspänen und Schleifschlämmen
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2012)
Ressourceneffizienz ist angesichts der globalen Grenzen eine aktuelle Herausforderung, deren Umsetzung im Bereich Metallrecycling umfassendes Know-how sowohl in der Logistik als auch in der Verfahrens- und Anlagentechnik erfordert. Die Gültigkeit des 1. und 2. Hauptsatzes der Thermodynamik ist auch im Bereich Rohstoffwirtschaft und Nachhaltigkeit naturgemäß absolut gültig und zu beachten. In den Leitlinien zur Abfallwirtschaft 1988 steht bereits „… da Abfallvermeidung nie vollständig sein kann, muss ein zielführendes Abfallwertungssystem aufgebaut werden“ sowie „Verwertbar ist ein Stoff, wenn es für ihn sowohl eine Technik der Aufbereitung wie auch einen Markt für die Produkte gibt, wobei vorhersehbare künftige Entwicklungen zu berücksichtigen sind“, sowie „Ein Abfall ist einer Verwertung zuzuführen, wenn dadurch eine kleinere Umweltbelastung entsteht, als bei der entsprechenden Produktion unter Verwendung von Primärrohstoffen“.

RecoPhos and Other Thermo-Chemical Processes for the Recovery of Phosphorus from Sewage Sludge
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2012)
In modern sewage treatment plants (STP), about 90 % of the influent’s phosphorus can be re-moved via chemical and/or biological processes. This entire amount is found in the sludge and, after thermal treatment, also in the ashes. If sewage sludge is mono-incinerated, the resulting ashes represent the sludge matter with the highest possible P-concentration and the smallest mass to be treated respectively.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...