Überregionale Lösungskonzepte als Alternative zur landwirtschaftlichen Klärschlammentsorgung

Aus Gründen des vorbeugenden Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes setzt sich der Freistaat Bayern seit langem für ein Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung ein (Bernhard, 2006). Die Entwicklung der Entsorgung in Bayern, dargestellt in Abbildung 1, zeigt bereits jetzt den Trend zur Verbrennung des Klärschlammes. Im Vergleich dazu liegt im Bundesgebiet der Anteil der Klärschlammverbrennung etwas niedriger und bei der landwirtschaftlichen Entsorgung noch deutlich höher als in Bayern (DWA, 2003).

Mit der seit einigen Jahren angekündigten Novelle der AbfKlärV ist eine deutliche Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen für eine landwirtschaftliche und landbauliche Verwertung ist zu erwarten (Bergs, 2008). Wenn neben der Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten für organische Substanzen auch Hygieneanforderungen gestellt werden (Böhm, 2008), wird für
kleine und mittlere Anlagen die landwirtschaftliche Verwertung praktisch unmöglich. Die dann notwendigen, weitergehenden verfahrenstechnischen Maßnahmen zur Hygienisierung sind zu aufwändig



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2010 - 38. Abwassertechnisches Seminar (Juni 2010)
Seiten: 16
Preis: € 7,50
Autor: Dr.-Ing. Dieter Schreff
Dr.-Ing. Eberhard Steinle

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