Sinkender Wasserverbrauch: Reicht die Abwassergebühr noch aus?

Unabhängig davon, dass es immer sinnvoll und vernünftig ist, mit Ressourcen sorgsam umzugehen, kann man sich die Frage stellen, ob es überhaupt etwas bringt, Trinkwasser zu sparen, um damit auch seine Abwassergebühren zu reduzieren.

Die Antwort dazu ist verhältnismäßig leicht zu geben: Etwas vereinfacht gesagt, entlastet Wassersparen im Prinzip die Bürgerbelastung bei den Ausgaben für Trinkwasser und Abwasser kaum, da der größte Kostenanteil die sogenannten Kalkulatorischen Kosten (Abschreibung und Zinsen für Investitionen) sind. Diese rühren von den hohen Investitionen her, die für die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung erforderlich sind. Im Allgemeinen liegen die Kalkulatorischen Kosten zwischen 60 % bis 80 % der Gesamtkosten. Die laufenden Kosten – und nur diese sind (aber bei Weitem nicht in vollem Umfang) verbrauchsabhängig. Insgesamt bedeutet dies also, dass eine Reduzierung der Verbrauchsmengen eben nicht zu einer gleichen Reduzierung der Bürgerbelastung führen kann. Vielmehr ist es im Prinzip so, dass eine Verringerung der Mengen in gleichem Maß zu einer Erhöhung der Wasserpreise/Abwassergebühren führen muss, da die verbrauchsunabhängigen fixen Kosten überwiegen.



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2010 - 38. Abwassertechnisches Seminar (Juni 2010)
Seiten: 21
Preis: € 10,00
Autor: Dipl.-Ing. Hermann Klotz

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