Einschätzung des Stoffrückhalts und der hydraulischen Leistungsfähigkeit wasserdurchlässiger Verkehrsflächen

Entwicklung und Erprobung eines Prüfverfahrens zur Bauartzulassung für wasserdurchlässige Beläge.

In den ATV-DVWK-Regelwerken zur Versickerung von Niederschlagswasser Arbeitsblatt 138 (2002) und Merkblatt 153 (2000) werden wasserdurchlässige Beläge nicht ausreichend berücksichtigt. Daher ergeben sich für den Planer zwei Möglichkeiten für deren Verwendung. Einerseits kann für jedes Bauvorhaben bei der unteren Wasserbehörde mit dem Bauantrag eine Genehmigung für eine solche Versickerungsanlage eingeholt werden. Der damit verbundene hohe Aufwand widerspricht allerdings der Absicht des Gesetzgebers, Niederschlagswasser möglichst zu versickern. Andererseits ist es möglich, Produkte mit Bauartzulassung einzusetzen, welche dann von der unteren Wasserbehörde ohne gesonderten Antrag anerkannt werden. Für eine Bauartzulassung sind die wasserdurchlässigen Beläge unter definierten Randbedingungen auf ihre Versickerungsleistung sowie ihren Stoffrückhalt zu untersuchen und als ausreichend zu beurteilen. Dazu ist es erforderlich, ein Prüfverfahren für die hydraulische Durchlässigkeit und den Rückhalt hinsichtlich im Straßenabfluss vorkommender Stoffe für wasserdurchlässige Beläge zu erarbeiten und anschließend zu erproben.



Copyright: © TU München - Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft
Quelle: 2003 - Regenwasserbewirtschaftung (Februar 2003)
Seiten: 23
Preis inkl. MwSt.: € 11,00
Autor: Dr.-Ing. Stefan Fach
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang F. Geiger

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