Die Europäische Norm kommt - die deutsche Qualität geht? - Einzigartige DIBt-Zulassung für Abwasserrohre bei bauku

Profileen-Rohrsysteme der bauku GmbH werden seit 1977 nach der DIN 16961 hergestellt. Die Qualität entspricht den DIN-Mindestanforderungen, wobei diese im europäischen Vergleich sehr hoch angesetzt sind. Die ersten Rohre wurden jedoch bereits 1956 produziert, mit welcher Qualität? Innovative Hersteller mussten immer die Qualität des Produktes sichern und eigene interne Richtlinien erarbeiten.

(09.10.07) Eine neutrale übergeordnete Instanz, die Prüfungen vorschrieb, Ergebnisse wertete sowie für alle gleichartigen Produkte einheitliche Prüfkriterien bestimmte, fehlte. Daher wurde das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin gegründet, mit dem die bauku den Nutzen des Nachweises der Qualitätsaussage erkannte. Die Normungsarbeit verlagerte sich immer weiter von der DIN hin zu den Europäischen CEN Ausschüssen. Die prEN 13476 in 3 Teilen (veröffentlicht im September 2006) sollte die DIN Normen ersetzen und eine einheitliche Europäische Richtlinie schaffen. Trotz zahlreicher Kompromisse bei Qualität und Technik ist es gelungen europaweit, eine einheitliche Technik für profilierte Kunststoffrohre festzuschreiben, welches so auch von der ISO übernommen wird. Für den Verbraucher zählt die Überwachung der in den Normen beschriebenen Qualitätsmerkmale. Die DIN EN lässt z. Z. noch offen, wie die Fremdüberwachung durchgeführt werden muss. bauku hat an der Erarbeitung einer eigenen Qualitätsrichtlinie, der Überwachung der Qualitätssicherung durch ein externes unabhängiges Prüfinstitut und der Beantragung eines neuen DIBt-Prüfzeichens unter Beachtung der DIN EN Norm und Qualitätsmerkmale mitgearbeitet.

Die Bedeutung eines deutschen Prüfzeichens im Rahmen der Europäischen Normung ist gewachsen. Dies darf der DIN EN nicht widersprechen, aber höhere Qualitäten definieren. bauku bekam vom DIBt ein Prüfzeichen für das Rohr, den Rohstoff, die Verbindungstechnik sowie die Formteile (Zulassungsnummer Z-42.1-407 vom 02.03. 2007). Das Prüfzeichen umfasst somit das Endprodukt für das Entwässerungssystem.

Die besondere Eigenart des Kunststoffs ist der abnehmende E-Modul bei konstanter Belastung. Diese Lastannahme tritt im Bereich von Freispiegelleitungen so gut wie nie auf, muss aber statisch nach ATV-DVWK-A 127 (Beispiel PE-Rohstoff mit Kurzzeit E-Modul ca. 1.000 N/mm², Rechenwert 50 Jahre ca. 180 N/mm²) berechnet werden. Fachleuten ist bekannt, dass die größte Veränderung beim E-Modul unter konstanter Last innerhalb der ersten 24 Stunden eintritt. In den meisten europäischen Ländern prüft man aber wesentlich kürzer (ISO 9969 bis zu einer Verformung von 10 Prozent entgegen DIN 16961 über 24 Stunden und max. Verformung von 3 Prozent). Das DIBt prüfte für die Zulassung die Rohre über 2.000 Stunden und in zwei Fällen sogar 10.000 Stunden.

Für Profileen-Rohre wird der Rohstoff sorgfältig ausgewählt und darauf geachtet, dass die Anforderungen für Rohre für Freispiegelleitungen erfüllt werden. An erster Stelle stehen der E-Modul, die Schweißbarkeit und die Beständigkeit. Die bauku verwendet Granulat natur (weiß) und mischt zur Farbgebung und Stabilisierung noch ein Masterbatch grau bei. Obwohl die Beimischung des Masterbatch nur ca. 1,5 Prozent beträgt, wurde auch diese im Rahmen der Zulassung geprüft und beim DIBt als Muster hinterlegt. Die bauku verwendet hierfür die Bezeichnung ,baukuleen'.

Unternehmen, Behörden + Verbände: bauku
Autorenhinweis: Marcus Hawerkamp(bauku), Dipl-Ing. Ralf Schnitzler (bauku)



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2007 (Oktober 2007)
Seiten: 0
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Markus Hawerkamp
Dipl.-Ing. Ralf Schnitzler

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Reform of the Common Agricultural Policy and Groundwater Protection
© DIV Deutscher Industrieverlag GmbH (12/2003)
The reform of the common agricultural policy (CAP) contents the opportunity to secure income in agriculture as will as implementing necessary improvements for sustainable environmental protection i. e. protection of drinking water sources.

Sanierungsverfahren „Rohr in Rohr“
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2011)
Zur Sanierung von Rohrleitungen entschied sich die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH im Jahr 2008 für das Relining-Verfahren nach DVGW-Arbeitsblatt GW 321. Bis heute wurden so etwa 20 Kilometer Rohrleitung erfolgreich instandgesetzt.

Genauigkeit von Durchflussmessungen in der Praxis
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (1/2011)
In Zeiten der Prozessoptimierung und Energieeffizienz kommt der Durchflussmessung auch im Bereich der Wasserwirtschaft eine steigende Bedeutung zu. Betreiber sind gut beraten, bei vorhandenen Systemen regelmäßige Kontroll-, Wartungs- und Reinigungsintervalle einzuhalten und sich mit Funktionsweise und Fehlermöglichkeiten des Systems auseinandersetzen.

Optische Sensoren zur Gefährdungserkennung für Rohrleitungen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (11/2010)
Verteilte optische Sensoren werden zur Leckerkennung an sensiblen Rohrleitungen eingesetzt. Darüberhinaus können sie die Erkennung von Gefährdungen durch Aktionen Dritter sowie von Erdbewegungen unterstützen.

Kabel- und Leitungstiefbau: erfolgreich durch Qualifikation und Innovation
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (3/2009)
Regelmäßig umfasst der Begriff Leitungstiefbau eine systemübergreifende Abwicklung von Kabel-, Rohr- und Tiefbauarbeiten. Die besondere Herausforderung liegt in der Identifizierung von Synergiepotenzialen, welche bei den spartenübergreifenden Tätigkeiten zu finden sind. Es sind somit alle Beteiligten gefordert, sich dieser Aufgabe zu stellen und sich als kompetenter Partner für Arbeiten am Strom-, Gas- und Wasserversorgungsnetz einschließlich der Tiefbauarbeiten zu erweisen. Die Basis für eine hochwertige Ausführung der Arbeiten bilden Qualitätsstandards durch Güteschutz, Qualifikationskriterien und Zertifizierungsregeln.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...