Demografische Entwicklungen in Deutschland und ihre Konsequenzen für die Ver- und Entsorgungsnetze

Netzbetrieb
Die derzeitige Siedlungsentwicklung – Flächenwachstum mit geringer Verdichtung – führt zu stetig steigenden spezifischen Infrastrukturkosten auf Grund der erforderlichen Erschließung zusätzlicher Flächen. Die Folgekosten in schrumpfenden Städten sind erheblich von der Anpassungs- bzw. Umbaustrategie abhängig. Verdeutlicht werden die Auswirkungen für Wasserverteilungs- und Abwassernetze.

Demografischer Wandel, Stadtumbau und Stadtrückbau – das sind Begriffe, die noch vor zehn Jahren nicht im allgemeinen Sprachgebrauch vorkamen. Heute hat das Thema des demografischen Wandels in Form eines sichtbaren Wohnungsleerstandes in vielen ostdeutschen Städten, aber auch in einigen westdeutschen Städten, die öffentliche Diskussion erreicht. Bei den Akteuren in Politik und Verwaltungen, in Ver und Entsorgungsunternehmen und unter aktiven Bürgern wird über mögliche Strategien zur Einleitung notwendiger Anpassungsprozesse diskutiert, gestritten und entschieden. Dabei standen zunächst wohnungswirtschaftliche Aspekte, d. h. die Verringerung des Wohnungsleerstandes durch einen aktiven Stadtumbau im Vordergrund. Langsam wird deutlich, dass die Konsequenzen weiter reichen. Betroffen sind alle städtischen Infrastrukturen, die sozialen ebenso wie die technischen in Form von Ver- und Entsorgungsnetzen und Anlagen. Es lohnt deshalb, die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen demografischem Wandel, notwendigem Stadtumbau und Folgen für die Wasserund Abwassernetze aufzuzeigen und kritisch zu analysieren. Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung scheint dies sogar eine Pflicht.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: 10-2007 (Oktober 2007)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol

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