Herstellung einer Entwässerungsbohrung im Braunkohlentagebau

Horizontalbohrtechnik Der Abbau von Rohstoffen im Tagebau in Tiefen ab 100 Metern ist nur mit einer massiven Absenkung des Grundwassers zu realisieren. Hinzu kommen Wasserläufigkeiten durch den Anschnitt der Grundwasserleiter verschiedener Schichten. Da mittels Vertikalfilterbrunnen keine ausreichende Entwässerung zu erzielen ist, kam im Tagebau Jänschwalde Horizontalbohrtechnik zur Errichtung eines Horizontalfilterbrunnens zum Einsatz – mit Erfolg.

Der Tagebau ist eine Methode des Bergbaus zum Abbau von mineralischen Rohstoffen. Er eignet sich vor allem für den Abbau von Rohstoffen, welche relativ dicht unter der Erdoberfläche lagern, wie z. B. Braunkohle. Im Lausitzer Braunkohlenrevier erfolgt die Freilegung der Braunkohle mit Hilfe der Förderbrücken (Abb. 1).
Der über dem Kohleflöz lagernde so genannte Abraum von 50 bis 100 Meter Mächtigkeit ist im natürlichen Zustand nahezu vollständig bis zur Erdoberfläche mit Grundwasser gefüllt. Für eine sichere Tagebauführung und Kohlegewinnung ist es deshalb zwingend, den Abraum durch einen vollständigen Entzug des Grundwassers trockenzulegen. Im Lausitzer Braunkohlenrevier setzt sich der Abraum aus mehreren pleistozänen und tertiären Grundwasserleitern sowie den dazwischen befindlichen Grundwasserstauern zusammen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: 12-2007 (Dezember 2007)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00 Kostenlos für Premium Mitglieder
Autor: Dipl.-Ing. Hermann Lübbers
Dr. Ing. Bernd Rechenberger

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