Müllabfuhr – Vorläufer der Abfallwirtschaft - Verpackungsverwertung unter veränderten Rahmenbedingungen - das Modell Bayern

Das Land Bayern geht in der Abfallwirtschaft eigene Wege. In vielen Gemeinden werden Leichtverpackungen zwar über den Gelben Sack oder ein 2-Sack-System entsorgt, doch meist ist der Bürger in der Bring-Pflicht: Er muss seine Wertstoffe selbst sortieren und zu den Wertstoffhöfen bringen. Der Erfolg bei den Erfassungsmengen scheint dem Modell Bayern recht zu geben.

15.10.2006 Restmülltonne, Biotonne, etc. sind moderne Begriffe. Bis in die 60er-Jahre war die Bezeichnung Aschentonne weit verbreitet, weil ein wesentlicher Teil des Abfalls aus Asche der Ofenheizungen in den Haushalten stammte. Dazu kamen noch Küchenabfälle und gelegentlich zerbrochenes Geschirr. Gebrauchsgüter standen weitaus weniger zur Verfügung und wurden länger genutzt. Gebrauchte Kleidungsstücke landeten nicht in der Aschentonne sondern wurden vielfach umgearbeitet in Kleider für Kinder, die es damals in Deutschland noch zahlreich gab. Altpapier, Alttextilien, Gummi, Leder etc. wurden zum Nachteil der Luftqualität vielfach im eigenen Herd verbrannt. Allerdings gab es damals schon ein Recyclingsystem im modernen Sinn: Stahlschrott (alte Fahrräder, Eisenbeschläge) wurde gegen geringes Entgelt beim Alteisenhändler abgegeben, eventuell auch größere Stöße von Altpapier. In den Innenhöfen der Wohnsiedlungen sammelten so genannte Lumpensammler Altpapier, Textilien und (Wein-) Flaschen. Für Bier- und Limonadeflaschen bestand ein Pfandsystem. Der Restmüll hielt sich somit in Grenzen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Europäische Umweltagentur (EUA), OECD, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Autorenhinweis: MR Otto Bischlager Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Oktober 2006 (Oktober 2006)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Otto Bischlager

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