Zebra oder Tiger? - Die Zukunft der Müllerfassung ist weiter in der Diskussion

Der Termin 1. Juni 2005 war für die Abfallwirtschaft markant und einschneidend. Und so widmete sich das 18. Aachener Kolloquium Abfallwirtschaft den aktuellen Entwicklungen bei der Sortierung und Verwertung von Siedlungs- und Gewerbeabfällen. 220 Experten und Vertreter von Verwaltungsorganen trafen sich, um auf dem vom Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen und dem Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Siedlungsabfallwirtschaft der RWTH Aachen veranstalteten Tagung über den aktuellen Stand der Entsorgungswirtschaft zu diskutieren.

24.03.2006 Ob eine so genannte Homo-Erfassung des Abfalls gegenüber einer Mischerfassung ökologisch und ökonomisch günstiger ist, wurde auf dem Kolloquium intensiv diskutiert - fast schon mit philosophischen Ansätzen. So hinterfragte Dr. Stephan Köster, Wissenschaftler am Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA), ob das Getrennt-Sammeln in Haushalten als ein Kulturgut anzusehen sei oder eher eine Überforderung des Verbrauchers darstelle. Diese Frage erscheint keineswegs banal, und so soll in einem Großversuch wissenschaftlich geklärt werden, ob eine Misch- oder Getrennt-Erfassung zukünftig der bessere Weg ist. Dr. Alexander Schink, Staatssekretär am Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) in NRW gab zu bedenken, dass zuvor die Rahmenbedingungen abgesteckt werden müssten. Für ihn wäre es deshalb wichtig zu wissen, "was man am Ende mit den Ergebnissen zu tun gedenke"...

Unternehmen, Behörden + Verbände: ISA RWTH Aachen
Autorenhinweis: Dr. Martin Mühleisen



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: März 2006 (März 2006)
Seiten: 3
Autor: Dr. Martin Mühleisen

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