PVC im Kreislauf - Decke der Olympiaschwimmhalle in München wird recycelt

Mehr als drei Jahrzehnte nachdem Mark Spitz mit sieben Goldmedaillen und ebenso vielen Weltrekorden Sportgeschichte schrieb, sind unter dem Dach der Olympiaschwimmhalle wieder einmal Höchstleistungen gefordert, diesmal in technischer Hinsicht. Nach 33 Jahren wird die abgehängte Decke komplett erneuert.

20.06.2006 In Schwindel erregender Höhe werden die Kunststoffbahnen, die jahrzehntelang für trockene Innenräume gesorgt haben, ausgebaut, rezykliert und ersetzt. Mittlerweile ist die erste Phase des Rückbaus abgeschlossen. Gut 25 Meter über den Köpfen der Badegäste wurde zunächst auf einer Fläche von 8.250 Quadratmetern direkt unter dem Zeltdach die alte aus mehreren Schichten bestehende Wärmedämmung von der Proklima GmbH aus Nürnberg abgebaut. Hierbei mussten hohe Sicherheitsstandards erfüllt werden. Und das nicht nur der Höhe wegen. Neben den Kunststoffbahnen wurde auch Mineralwolle ausgebaut. Deshalb verrichteten die Mitarbeiter in blauen Schutzanzügen und mit Atemmasken Schwerstarbeit bei zum Teil über 40 °C Lufttemperatur unter dem Plexiglasdach der Schwimmhalle. Die ausgeschnittenen Stücke von etwa zwei mal zwei Metern wurden über eine Rampe zu Boden befördert, dort von der Mineralwolle getrennt und in Containern gesammelt. Je 16.500 Quadratmeter Abdichtfolie aus PVC und Abdeckfolie aus PVC-beschichtetem Gewebepolyester sowie 8.250 Quadratmeter PVC-Wärmedämmung wurden bislang gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Proklima GmbH, Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V., Roofcollect, Arbeitsgemeinschaft PVC Bodenbelagrecycling, Kunststoffrohrverband, IHK Passau, Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH
Autorenhinweis: Andreas Arnold, Werner H. Dücker wed Kommunikation



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juni 2006 (Juni 2006)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Andreas Arnold
Susanne Donner

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Influence of pre-screening before ballistic separation on NIR-sorting quality of plastic rich 3D-fractions out of MCW
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
The exploitation of plastics gains more importance over time. In this con-text, material recycling is especially focused on packaging plastics. A further waste stream that contains a significant amount of plastics is mixed commercial solid waste. To assess the potential of plastics for recycling and energy recovery from these waste stream large-scale experiments were conducted. The potential of mechanical pre-processing with the aim of generating a 3D-plastics pre-concentrate was assessed. The focus of these investigations was put on the relevance of the screening stage and its influence on down-stream material processing via ballistic separation and sensor-based sorting. Results demonstrate not only that the screening of the waste leads to enrichment of plastics in coarse particle size ranges (especially > 80 mm) and transfer of contaminants, organics and minerals to fine fractions (especially < 10 mm), but also that sensor-based sorting performance can be significantly enhanced due to cleaning effects on plastics, induced by the material circulation and friction in a drum screen.

Überführung eines nass-mechanischen Aufbereitungsverfahrens für Altkunststoffe in den Pilotmaßstab
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Im gegenständlichen Beitrag wird ein Bogen über mehr als zehn Jahre Forschung der Lehrstühle für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes (VTIU), Aufbereitung und Veredlung (AuV) sowie Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) und industriellen Partnern im Bereich des chemischen Recyclings von Altkunststoffen gespannt.

Kinetische Modellierung einer Kunststoff Pyrolyse
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Das ReOil Verfahren der OMV Refining & Marketing GmbH ist ein vielversprechender Weg, die Recycling Ziele von Kunststoffverpackungen der Europäischen Kommission zu erreichen. In diesem Pyrolyse Prozess werden gemischte Kunststoffabfälle chemisch recycelt und die daraus gewonnen Kohlenwasserstoffe werden wieder zu petrochemischen Grundstoffen oder Treibstoffen weiterverarbeitet. Da die Rentabilität eines solchen Prozesses stark von der verarbeitenden Menge abhängt, muss eine wesentliche Vergrößerung des Maßstabs erfolgen. Zu diesem Zweck wird ein Modell benötigt, welches aus der Zusammensetzung des Einsatzstroms die Ausbeuten vorhersagen kann und damit die Möglichkeit bietet optimale Prozessbedingungen einzustellen. Darum wurde ein Reaktormodell für die im ReOil Verfahren verwendeten Rohrreaktoren aufgebaut, welches sich der Methode des sogenannten „Lumped Kinetic Modeling“ bedient, um die Vielzahl an auftretenden Kohlenwasserstoffspezies erfassen zu können. Mit Hilfe einer Pilotanlage werden Reaktionsdaten für die Kunststoffpyrolyse gesammelt und so das Modell stetig weiterentwickelt.

Erfassung und Verwertung von Verpackungen - Rückblick und Ausblick
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Die Entsorgung von Verpackungsabfällen ist seit über 20 Jahren, und damit seit Bestehen einer entsprechenden rechtlichen Vorgabe, in der Diskussion. Den besonderen Spannungsbogen zieht diese offensichtlich nicht enden wollende Auseinandersetzung aus dem Umstand völlig konträrer Einschätzungen. Je nach Erfahrungshintergrund, Interessenlage oder Wissensstand steht dem positiven Votum völlig unbeeindruckt ein harscher Verriss gegenüber.

Erfassung von Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen nach dem VKU-Modell
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2014)
Das sogenannte Modell 4 aus den Vorgutachten des Planspiels zur Evaluierung der Verpackungsverordnung wurde im Auftrag des VKU näher ausgearbeitet und stellt eine der aus kommunaler Sicht denkbaren Varianten zur künftigen Entsorgung von Verkaufsverpackungen dar. Es verknüpft die Entsorgungszuständigkeit der Kommunen für alle Haushaltsabfälle mit der Finanzierungspflicht der Hersteller und Vertreiber.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?

Der ASK Wissenspool
 
Mit Klick auf die jüngste Ausgabe des Content -Partners zeigt sich das gesamte Angebot des Partners
 

Selbst Partner werden?
 
Dann interessiert Sie sicher das ASK win - win Prinzip:
 
ASK stellt kostenlos die Abwicklungs- und Marketingplattform - die Partner stellen den Content.
 
Umsätze werden im Verhältnis 30 zu 70 (70% für den Content Partner) geteilt.
 

Neu in ASK? Dann gleich registrieren und Vorteile nutzen...