Gegen den Zellenschwund - Die Sammlung von Altbatterien wird europaweit geregelt

Das Europäische Parlament und der Ministerrat haben sich Anfang Mai auf eine Neuregelung für die Produktion und die Entsorgung von Batterien und Akkumulatoren geeinigt. Vermutlich ab dem Jahr 2008 gilt endlich eine europaweite Regelung für Sammlung und Recycling gebrauchter Zellen. Deutschland steht zwar heute schon ganz gut dar, darf seine Hände aber nicht in den Schoß legen.

24.06.2006 Die gute Nachricht: Das Glas ist schon halb voll. Die schlechte: Das Glas ist noch halb leer. So könnte man die diesjährige Bilanz der Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS, www.grs-batterien.de) bezeichnen. Während die GRS stolz auf eine um fünf Prozent gestiegene Rücknahmemenge verweist, die im Jahr 2005 absolut bei 12.263.000 Kilogramm gelegen habe, gestaltet sich das Zahlenwerk bei genauerem Hinsehen als recht komplex und weit weniger eindeutig. Im gleichen Jahr sind mit 34.624.680 Zellen nämlich auch um 3,84 Prozent mehr Zellen verkauft worden. Damit ist die eigentliche Sammelquote vom Jahr 2004 (35,19 Prozent) auf nur 35,42 im Jahr 2005 gestiegen. Dr. Jürgen Fricke, Vorsitzender der GRS Batterien, macht dagegen eine andere Rechnung auf. Er kommt auf eine Sammelquote von 37 Prozent, wenn man nach den Vorgaben der kommenden Batterierichtlinie den Zellenverkauf der letzten drei Jahre, also von 2003 bis 2005 berücksichtigt. "Wir haben festgestellt, dass die gesammelten Batterien sogar meist älter als drei Jahre sind: Primärbatterien sind durchschnittlich fünf Jahre alt, Sekundärbatterien, also Akkus, kommen oft erst nach zehn Jahren zu uns." Lege man die Verkaufszahlen der letzten fünf Jahre zu Grunde, komme man auf eine Sammelquote von etwa 42 Prozent...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (GRS), Witzenhausen-Institut
Autorenhinweis: Martin Boeckh 



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juni 2006 (Juni 2006)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Martin Boeckh

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