Die Infrastruktur muss atmen lernen - Die Demographie hat massive Einflüsse auf die Wasserwirtschaft

Es ist höchste Zeit, dass die gesellschaftliche und politische Diskussion über die Folgen des demographischen Wandels für die Wirtschaft beginnt. Vor allem die Wasserwirtschaft als leitungsgebundene Infrastruktur wird sich deutlich ändern müssen. Das werden nicht nur die Unternehmen spüren, sondern vor allem der Gebührenzahler und Verbraucher.

30.06.2006 Die neuen Bundesländer im Osten geben bereits den Trend vor: Zwischen 1990 und 2001 haben die neuen Bundesländer bereits ca. zehn Prozent der Bevölkerung verloren: Ungefähr zwei Mio. Menschen sind abgewandert oder gestorben, ohne das diese Lücke durch Kinder gefüllt werden konnte. Auch wenn es momentan Regionen gibt, die mit stabilen oder steigenden Einwohnerzahlen rechnen können, wird sich auch das ändern. Spätestens nach 2020, in nicht einmal mehr 14 Jahren also, wird es kaum noch eine Region in Deutschland geben, die noch Zugewinne verzeichnen wird. Dabei ist es nicht nur der bloße Rückgang der Bevölkerung, sondern auch die Verschiebung der Alterspyramide, die den Wasserverbrauch verändern wird. Das Konsumverhalten älterer Menschen ist anders als der Wasserverbrauch junger Familien. Das verfügbare Einkommen wird sich verändern, und es stellen sich bislang ungeklärte Fragen: Wie viel Geld haben überalterte Bevölkerungsteile zur Verfügung? Leben diese von eigener Erwerbstätigkeit? Wie hoch ist der Anteil des Monatseinkommens, der für die Wasserversorgung und die Abwasserbehandlung ausgegeben werden kann? Die UNO errechnete, dass, um das heutige Verhältnis zwischen Rentnern und Beitragszahlern im Jahr 2050 zu erhalten, bis dahin ca. 188 Mio. Menschen (4,2 Mio. jährlich) zuwandern müssten...

Unternehmen, Behörden + Verbände: BDE, Prognos AG, Berlin Institut, Bertelsmann Stiftung, IHK Ostthüringen
Autorenhinweis: Dr.-Ing. Ullrich Zimmermann BDE Berlin



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juni 2006 (Juni 2006)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Ullrich Zimmerman

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