Flexible Möglichkeiten zur getrennten Verwertung von Bioabfall und Restabfall im AWZ Rhein-Lahn

Im Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) wird eine MBA im Endrotteverfahren und eine Bioabfallbehandlungsanlage mit einer biologischen Trocknung des Überkorns zur anschließenden energetischen Verwertung in Biomassekraftwerken betrieben. Beide Anlagen sind nahezu verfahrensgleich. Bei der derzeit anstehenden Optimierung des Abluftsystems wurde auf eine flexible Anpassungsfähigkeit hinsichtlich zukünftiger Änderungen geachtet.

Die Mengen von zu behandelndem Rest- und Bioabfall können sich zukünftig durch abfallwirtschaftliche Maßnahmen und geänderte regionale Zusammenarbeit verändern, bzw. verschieben. Derzeit werden Versuche durchgeführt, mit dem Ziel der Frage nachzugehen, ob eine Änderung der Betriebsweise der MBA vom Endrotteverfahren zu einer rein biologischen Trocknung der Mittelkalorik möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Durch die Reduzierung der Aufenthaltszeiten in der Intensivrotte ist eine Verdreifachung des Durchsatzes denkbar. Die Energieeffizienz der Anlagen kann wesentlich verbessert werden. Gleichzeitig könnte der biogene Anteil in der Mittelkalorik zur Substitution von fossilen Energieträgern genutzt werden.
Der Rhein-Lahn-Kreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger betreibt in der Gemarkung Singhofen (Rheinland-Pfalz) ein Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) mit folgenden Komponenten:
- Mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage mit einem Durchsatz von 90.000 Mg/a für ca. 500.000 angeschlossene Einwohner
- Bioabfallbehandlungsanlage mit einem Durchsatz von 30.000 Mg/a für ca. 300.000 Einwohner



Copyright: © Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA e.V.
Quelle: 9. Recyclingtage 2012 (September 2012)
Seiten: 17
Preis: € 8,50
Autor: Dipl.-Ing. Günter Müller
Dipl.-Ing., Master of Arts Andreas Warnstedt

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