MBA mit Trockenvergärung am Beispiel Pohlsche Heide und Bassum

Die MBAs Pohlsche Heide und Bassum befinden sich jeweils im Rahmen eines Entsorgungszentrums zusammen mit Deponie, Wertstoffhof und Kompostwerk auf einem gemeinsamen Gelände. Hierdurch wird es möglich, die anderen Einrichtungen des Entsorgungszentrums, wie z.B. Eingangswaage, Kläranlage, Zwischenlager etc. auch für die MBA zu nutzen.

Die RestAbfallBehandlungsAnlage (RABA) in Bassum – im niedersächsischen Landkreis Diepholz – wurde im Jahr 1997 als eine von drei niedersächsischen Demonstrationsanlagen in Betrieb genommen. Die MBA Pohlsche Heide im NRWKreis Minden-Lübbecke in direkter Nachbarschaft zum Kreis Diepholz wurde im April 2005 in Betrieb genommen. Auch aufgrund der positiven Erfahrung in Bassum wurde auf der Pohlschen Heide als erster Schritt der biologischen Behandlung eine Trockenvergärung nach dem Dranco-Verfahren für einen Teilstrom des biologischen Anteils errichtet. Man entschied sich für eine Teilstromvergärung, um damit auf eine Entwässerung des Materials verzichten zu können. Außerdem kann man den Bypass so auslegen, dass möglichst die Störstoffe wie Steine und Glas an der Vergärung vorbei, direkt zur Rotte gehen. Zusätzlich hat man den Vorteil, dass auch in der Rotte noch genügend Potenzial für die erforderliche biologische Aktivität vorhanden ist. Dieses Konzept hat sich durchaus bewährt. Mit dem aus der Vergärung gewonnenem Gas können die RTO und ein BHKW mit 500 kW betrieben werden. Nach der Vergärung ist noch eine 7-wöchige Nachrotte in Tunneln erforderlich, um die Anforderungen der Abfallablagerungsverordnung sicher zu erreichen.



Copyright: © Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA e.V.
Quelle: Abfalltage 2008 (Februar 2008)
Seiten: 13
Preis: € 6,50
Autor: Dipl.-Ing. Burkart Schulte

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