Norwegen rüstet auf

Tausende Fähren verkehren täglich auf Norwegens zahllosen Fjorden. Weil die Abgase der üblicherweise mit Diesel betriebenen Schiffe der Umwelt zu schaffen machen, rüsten die Skandinavier auf das schadstoffärmere Erdgas um.

Norwegen ist das Land der Rentiere, der tiefblauen Fjorde und der Fähren. Wahrscheinlich auch das Land mit den weltweit meisten Fähren je Einwohner. Kein Wunder: Sind doch die Städte an der tausende Kilometer langen zerklüfteten Küste auf dem Landweg nur schwer zu erreichen. Doch die dieselbetriebenen Schiffe bescheren Norwegen auch den höchsten Pro- Kopf-Ausstoß an Stickoxiden in Europa. Deshalb gaben die Skandinavier im Oktober 2004 fünf neuartige Fähren bei einem Konsortium in Auftrag, an dem auch die schwedische Linde-Tochter Cryo AB beteiligt ist. Die Schiffe werden statt mit herkömmlichem Diesel mit verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas – LNG) betrieben. Eine unabhängige norwegische Studie zeigt, dass der Erdgasantrieb den Ausstoß von Stickoxiden im Vergleich zum Diesel um knapp 90 Prozent verringert. Die Emissionen von Kohlenstoffdioxid, dem berüchtigtsten Treibhausgas, sinken immerhin um etwa 21 Prozent. Schwefeloxide fallen bei der Verbrennung
von Flüssiggas gar keine mehr an. „Unter den fossilen Brennstoffen ist Erdgas die ökologisch sinnvollste Energie, die man sich vorstellen kann“, sagt Heinz Bauer, der bei Linde Engineering für die Technologie von Erdgasanlagen zuständig ist.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 12-2007 (Dezember 2007)
Seiten: 2
Preis: € 0,00
Autor: Stefan Metz
Katharina Becker

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