Über die Förderung der Abfallforschung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Im zurückliegenden Jahrzehnt wurden große Fortschritte bei der Verwertung und Entsorgung von Abfällen erreicht, die auch im internationalen Maßstab aufmerksam verfolgt werden und ein erhebliches Potential für den Technologietransfer darstellen.

Beispielsweise werden von den etwa 44 Mio Tonnen / Jahr an Hausmüll und hausmüllähnlichen Siedlungsabfällen rund 19 Mio Tonnen verwertet, ca. 10 Mio Tonnen behandelt (MVA, Müllverbrennungsanlagen oder MBA, mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlagen) und etwa 15 Mio Tonnen ohne Vorbehandlung abgelagert. (UBA, Umweltdaten Deutschland 2002). Die getrennt zur Verwertung eingesammelten Abfälle, d.h. kompostierbare Abfälle aus der Biotonne (ca. 3,3 Mio Tonnen) und sonstige Getrenntsammlungen wie Glas, Papier, Kunststoffe, Elektronikteile (ca. 11,9 Mio Tonnen) beliefen sich auf insgesamt ca. 15,2 Mio Tonnen (185 kg / Einwohner). Das bedeutet, dass. ca. 43 % der Abfälle aus privaten Haushalten 1998 einer Verwertung zugeführt wurden. (UBA, Umweltdaten Deutschland 2002).
Dieser Anteil ist in den letzten Jahren weiter angestiegen und betrug im Jahr 2000 erstmals ca. 50%. Bei Verpackungen wurde eine Verwertungsquote von mehr als 80% (Glas ca. 85%, Papier ca. 88%) und damit eine europäische Spitzenstellung erreicht (Abfallrecht aktuell, BMU, Stand Mai 2002). Verglichen mit der Verwertungsquote von ca. 25% anfangs der 90er Jahre zeigt sich bei den Abfällen aus privaten Haushalten deutlich, dass es zunehmend gelingt, die Verwertungsquote zu erhöhen und damit nachhaltig mit den vorhandenen Ressourcen zu wirtschaften.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Abfallforschungstage 2004 (Juni 2004)
Seiten: 13
Autor: Dipl.-Ing Uwe Wittmann
Dr. Peter Sliwka
Karl-Peter Knobel

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

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