Transport leichtlöslicher Salze in Monodeponien für MV-Rückstände

Verschiedene umweltrelevante Elemente in MV-Schlacken wie Schwermetalle oder Chlorid können im Laufe der Deponierung gelöst werden und über das Sickerwasser aus der Deponie gelangen.

Es ist anzunehmen, dass die Mobilisation von Chlorid und Sulfat mit sehr hohen Konzentrationen über Jahrzehnte anhält („wash off“). Die Freisetzung von Schwermetallen kann zeitverzögert nach einer Verschiebung des Systems zu niedrigeren pH-Werten infolge der Abnahme der Karbonatpufferung erfolgen (FÖRSTNER & HIRSCHMANN, 1997). In dem von uns ausgearbeiteten neuen Ansatz wird das Prinzip der Versalzung und der Bildung von salzreichen Schichten in Böden gezielt auf Monodeponien für MV-Rückstände angewandt. Schichten geringerer Durchlässigkeit als MVSchlacke stellen hydraulische Barrieren dar, die eine Aufkonzentration der Salze im Sickerwasser oberhalb dieser Sperrschicht fördern und so eine Ausfällung der leichtlöslichen Salze aus der Porenlösung begünstigen. Um diese These zu überprüfen, wurden Säulenversuche initialisiert.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Abfallforschungstage 2006 (Mai 2006)
Seiten: 15
Preis inkl. MwSt.: € 7,50
Autor: Dr. Daniela Sager
Prof. Dr. Soraya Heuss-Aßbichler
Dr. Gerhard Heindl

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