Dioxinähnliche PCB in belasteter Innenraumluft

Etwa zwischen 1960 und 1975 wurden in der Bundesrepublik Deutschland bei der Errichtung von Gebäuden in Betonfertigbauweise polychlorierte Biphenyle in offener Anwendung eingesetzt.

Dauerelastische Fugendichtungsmassen auf Polysulfid–Kautschukbasis enthielten bis zu 40% PCB als Weichmacher. Außerdem wurden in diesem Zeitraum Anstriche für Deckenplatten (Wilhelmi– Platten) verwendet, die PCB als Flammschutzmittel enthalten. PCB verdampfen aus diesen Materialien kontinuierlich und führen so zu einer Belastung der Raumluft. Bei einem 24–stündigen Aufenthalt gilt bisher ein Vorsorgewert von 300 ng/m³ Gesamt–PCB nach DIN und ein Gefahrenwert von 3000 ng/m³. Bislang ist nicht ausreichend geklärt inwieweit bei Berücksichtigung der dioxinähnlichen PCB und einer in Deutschland derzeit geltenden duldbaren täglichen Aufnahme an Gesamt– TEQ (tolerable daily intake, TDI) von 1 pg WHO–TEQ/kg Körpergewicht (KG) sich die Bewertung der PCB–Belastung in Innenräumen ändern würde.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Dioxinähnliche PCB in der Umwelt - Fachtagung 2003 (Januar 2003)
Seiten: 1
Preis: € 0,00
Autor: Dr. Wolfgang Körner
Dr. Melanie Kerst

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