Vor– und nachgeburtliche Belastung mit PCB und Auswirkung auf die kindliche Entwicklung

Seit dem Produktions– und Verwendungsverbot vor etwa 20 Jahren hat die Umweltbelastung mit polychlorierten Biphenylen (PCB) und dementsprechend ihre Konzentration in der Nahrung und in Körperflüssigkeiten abgenommen.

Gleichwohl sind die PCB aufgrund ihrer Persistenz nach wie vor in Umweltmedien und im Menschen sicher nachweisbar, und zwar in Konzentrationen, die nach heutigem Kenntnisstand noch im Bereich adverser Wirkungen liegen. PCB sind lipophil, plazentagängig, neurotoxisch und interagieren mit endokrinen Systemen, was besonders für entwicklungstoxikologische Aspekte bedeutsam ist. Zur entwicklungsbezogenen Neurotoxizität liegen weltweit mehrere Kohortenstudien an Kleinkindern und Kindern vor, die trotz einiger Inkonsistenzen insgesamt die besondere Vulnerabilität des sich entwickelnden Gehirns für PCB/PHAH im Bereich umweltrelevanter Konzentrationen bestätigen. In diesen Bezugsrahmen fügt sich die im Rahmen einer Europäischen Verbundstudie durchgeführte Düsseldorfer Kohortenstudie gut ein.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Dioxinähnliche PCB in der Umwelt - Fachtagung 2003 (Januar 2003)
Seiten: 2
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr. rer. nat. Gerhard Winneke

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