PCB in der Umwelt und ihre Analytik – Rückblick und Gegenwart

Die durch Chlorierung des Biphenyls bis zu definierten Chlorgehalten entstehenden komplexen Gemische von Chlorbiphenylen (PCB), C12H10–nCln, haben wegen ihrer technischen Eigenschaften als inerte und langzeitstabile technische Öle und Dielektrika von ca. 1930 an steigende Bedeutung erlangt.

Aktuell ist das Vorkommen der PCB in Fugenmassen und Anstrichfarben, da es zu einer unmittelbaren Belastung von Innenräumen führt. Erst zu Beginn der 80er Jahre wurde wegen der sich zeigenden Allgegenwart der chlorierten Biphenyle in Umweltproben, die von S. Jensen 1966 zuerst beobachtet wurde, in den USA, in Japan und in der Bundesrepublik Deutschland die Produktion eingestellt. Die PCB sind ein Synonym für die globale chemische Umweltbelastung geworden. Ihre gewünschte Stabilität im technischen Einsatz macht andererseits einen natürlichen Abbau wie auch eine Beseitigung als Abfallstoff schwierig. Ein Abbau in der Umwelt ist bisher nur für wenige definierte Verbindungen von den insgesamt 209 zu unterscheidenden PCB–Komponenten beobachtet worden.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Dioxinähnliche PCB in der Umwelt - Fachtagung 2003 (Januar 2003)
Seiten: 4
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr. Karlheinz Ballschmiter

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