Einbindung von Schadstoffen in Schlackedeponien; Speicherminerale, Salzhorizonte

Die thermische Behandlung von Siedlungsmüll führt zu einer Aufkonzentrierung der im Abfall vorhandenen Schwermetalle. Die MV-Reststoffe, Schlacken und Filteraschen, enthalten in der Regel hohe Gehalte an Schwermetalle und leichtlösliche Salze.

Die Verbrennungsprodukte, die bei ca. 1.000° C im Brennbett entstehen, stellen bei Atmosphärenbedingungen (25° C, 1 bar) meist thermodynamisch instabile Phasen dar und weisen unter diesen Bedingungen ein hohes Reaktionspotenzial auf. Verschiedene Elemente können im Laufe der Deponierung gelöst werden und gelangen über das Sickerwasser aus der Deponie. Die gelöste Spezies kann nur teilweise durch Neu- und Umkristallisationsreaktionen wieder gebunden werden. Verschiedene Ansätze einer „inneren Barriere“ verfolgen eine Verringerung des Auslaugungsverhaltens von Reststoffen durch eine Inertisierung der schadstoffhaltigen Abfälle. Ziel dieser Konzepte ist, die Schadstoffe in feste und in Wasser möglichst schwerlösliche Phasen zu binden. Diese Ansätze sind z. T. mit dem Einsatz von Zusatzenergie oder der Zugabe von Zuschlagsstoffen und damit Kosten verbunden. Eine Möglichkeit bietet die Bildung von primären (Apatit- oder Sodalith- Strukturen) und sekundären Speichermineralen (Ettringit oder Hydrocalumit).



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Deponieforschung in Bayern (Juni 2005)
Seiten: 17
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Daniela Sager

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