Chemischer und biologischer Abbau organischer Substanzen sowie chemisches Gleichgewicht in der Sonderabfalldeponie Gallenbach

Im Bauabschnitt I/II der Sonderabfalldeponie Gallenbach, der von 1976 bis 1990 vor in Kraft treten der TA Abfall verfüllt wurde, wurden anteilsmäßig 116.000 t organische Abfälle abgelagert, wovon ca. 80.000 t als abbaubare organische Stoffe zu bezeichnen sind.

Bezogen auf den TOC-Gehalt dieser Verbindungen entspricht dies einer Menge von 50.000 t biologisch abbaubarem Kohlenstoff. In erster Linie sind es Kohlenwasserstoffe und weitere extrahierbare lipophile Stoffe wie Fette und Öle, die zum abbaubaren TOC im Abfallkörper beitragen. Zu den nicht bzw. schwer abbaubaren Stoffen tragen vor allem polymere Stoffe, langkettige Kohlenwasserstoffe und Teerreste bei. Aus den Gasmessungen und Sickerwasseranalysen ließ sich ableiten, dass innerhalb eines Zeitraums von 30 Jahren etwa 2,5 % des abbaubaren Kohlenstoffs vollständig mineralisiert wurden oder den Abfallkörper durch Ausschwemmung (Sickerwasserpfad) bzw. über den Gaspfad (leichtflüchtige organische Verbindungen) verlassen haben.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Deponieforschung in Bayern (Juni 2005)
Seiten: 18
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr. Gerhard Heindl
Dr. Hermann Westermann

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