Deponie „An der Haldenstraße“, Marktredwitz; Detailerkundung und Sanierungskonzept

Die Stadt Marktredwitz, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgeb. betrieb zwischen 1962 und Mitte 1977 die Hausmülldeponie „An der Haldenstraße“ am Nordrand der Stadt. Abgelagert wurden in diesem Zeitraum überwiegend gemischte Siedlungsabfälle der Stadt und des Landkreises Wunsiedel, Gewerbeund Industrieabfälle, Sperrmüll und erhebliche Mengenanteile von Bauschutt und Erdreich als Zwischenabdeckungen.

Industriemüll aus der Stadt, in welcher auch heute noch zahlreiche Betriebe unterschiedlicher Sparten ansässig sind, wurde neben mineralischen Abfällen aus der Feuerfest- und z. T. Porzellanherstellung durch solche aus dem Maschinenbau, der Schleifkörperfertigung, der Textilindustrie und der Chemie aufgebaut. Während des gesamten Ablagerungszeitraums der Deponie war auch die später aus der Altlastensanierung bekannte Chemische Fabrik Marktredwitz „CFM“ in Betrieb. Diese hatte neben der Herstellung anorganischer und organischer Erzeugnisse der Quecksilber- und Antimonchemie auch Formulierung und Vertrieb von anderswo hergestellten Pflanzenschutzmitteln sowie die Annahme und nach Möglichkeit Aufarbeitung aller Arten von Quecksilberabfällen als Tätigkeitsschwerpunkt. In einer nach Norden zum Vorfluter Röslau und deren Aue hin offenen Eintalung wurden bis zum höhengleichen Anschluss an den Straßendamm der B303, welcher das Tal in West-Ost-Richtung quert, auf ca. 55.000 m² etwa 400.000m³ Abfälle in einer mittleren Mächtigkeit von 10m abgelagert.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Deponieseminar 2008 – Aktuelles und Erfahrungen aus der Praxis (September 2008)
Seiten: 4
Preis: € 0,00
Autor: Dr. rer.nat. Karl-Gerhard Pedall

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