Vergleich der Wirksamkeit unterschiedlicher Deponieoberflächenabdichtungssysteme aus der Überwachungspraxis

Im Jahr 2005 wurden nahezu zeitgleich auf drei Deponien in Franken Oberflächenabdichtungssysteme mit jeweils unterschiedlichen Dichtungselementen hergestellt. Nach Vorliegen der Überwachungsdaten
2006 und 2007 wird die Wirksamkeit der Systeme einem ersten Vergleich hinsichtlich der Sickerwasserminimierung unterzogen, da die Rahmenbedingungen wie Klima/Niederschläge, Systemaufbau der Oberflächendichtung und Geometrie des Deponiekörpers ungeachtet der Unterschiede bei den Basisdichtungen und den abgelagerten Abfällen ähnlich sind.

Die Oberflächenabdichtungssysteme unterscheiden sich im Wesentlichen durch die eingesetzten Dichtungselemente. Alle Systeme wurden mit Fremdüberwachung und den Anforderungen bezüglich der Qualitätssicherung nach dem Stand der Technik errichtet. Auf Deponie A kam eine Kombination von Kunststoffdichtungsbahn und Bentonitmatte (KDB/GTD) zum Einsatz, wobei hier die KDB das relevante Element hinsichtlich der hydraulischen Wirksamkeit darstellt. Deponien B und C weisen jeweils nur 1 Dichtungselement auf. Hier verzichtete man sowohl auf die Redundanz, als auch auf die Konvektionssperre. Da die 2-lagige Bentonitmatte und die polymervergütete, gemischtkörnige Dichtung nach Herstellerangabe und Qualitätssicherung (Laborwerte) vergleichbaren hohen Anforderungen an die Durchlässigkeit genügen, ist nun der Frage nachzugehen, inwieweit die großmaßstäbliche Umsetzung in der Praxis den Annahmen folgt.



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: Deponieseminar 2008 – Aktuelles und Erfahrungen aus der Praxis (September 2008)
Seiten: 7
Preis: € 0,00
Autor: Jürgen Kohl
Manja Janik
Sabine Raspe

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