Monitored Natural Attenuation (MNA) am Beispiel von KW- und PAK-Schäden: Erfahrungen bei NA-Studien und Grundwassermonitoring

Unter dem Begriff „Natural Attenuation (NA)“ bzw. „natürliche Schadstoffminderung“ werden verschiedene biologische, physikalische und chemische Prozesse verstanden, die im Boden und Grundwasser ohne menschlichen Eingriff wirken. Diese im Untergrund natürlich ablaufenden Vorgänge tragen zur Reduzierung der Masse, Toxizität, Mobilität, Volumen und Konzentration von vorhandenen Schadstoffen bei.

Damit hängt das Gefahrenpotenzial von Schadstoffen bei Altlasten, schädlichen Bodenveränderungen und Grundwasserverunreinigungen u.a. auch vom Ausmaß dieser schadstoffmindernden Prozesse ab. Für die Umsetzung in den Vollzug sind zwischenzeitlich mehrere länderspezifische Arbeitshilfen (in Bayern: Merkblatt 3.8/3) eingeführt. Beispielhaft soll die Vorgehensweise bei der NA-Studie und die Implementierung der Ergebnisse in die Gefahrenbeurteilung und Sanierungsplanung für PAK-/KW-Schäden aufgezeigt werden. Das stufenweise MNA-Konzept (nach LfW-Merkblatt 3.8/3) umfasste bei den vorgestellten Beispielen die Phase III (Parameterermittlung und Prognose des künftigen Schadstoffverhaltens). Weiterhin wird über Erfahrungen bei der regelmäßigen Grundwasserüberwachung (MNA-Phase IV) zur Verifizierung der NA-Prognose aus Phase III berichtet.
 
 
Abstract: Exemplified the iterative procedure of NA-studies for TPH- and PAH-contaminated sites according to the LfW-bulletin 3.8/3 is presented. Especially for TPH contaminated sites, subsequently to the NA-study an adequacy data base within a time frame of several years is required for a significant validated monitoring. Therefore, MNA/NA only should be applied for contaminated sites of higher complexity and size.
 
Keywords: Monitored Natural Attenuation, NA-study, PAH, Naphthalene, TPH, PCR-test, electron acceptor capacity, electron donator capacity
 
Schlagworte: Monitored Natural Attenuation, NA-Studie, PAK, Naphthalin, Kohlenwasserstoffe,
PCR-Test, Elektronenakzeptorkapazität, Elektronendonatorkapazität



Copyright: © Bayerisches Landesamt für Umwelt
Quelle: 5. Bodenschutztage Marktredwitz 2008 (Oktober 2008)
Seiten: 7
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: J. Michel

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